Razzien gegen Islamismus
Österreichweit
(06.11.2026) Im Zuge des "Joint Action Days" wurden am Mittwoch in sechs Bundesländern Wohnungen durchsucht, weil dort eine Verbindung zum islamistischen Extremismus vermutet wurde. Parallel dazu fanden Razzien in 28 österreichischen Justizanstalten statt sowie eine Kontrolle von rund 300 Häftlingen. In Niederösterreich wurden zwei vorläufige Waffenverbote verhängt.
Was ist der "Joint Action Day"?
Laut Innenministerium steht im Mittelpunkt des Aktionstages das koordinierte Vorgehen gegen Personen und Netzwerke, die in Verbindung mit islamistischem Extremismus- und Terrorismus stehen. Durch Razzien soll terroristischen Aktivitäten frühzeitig entgegengewirkt werden.
Beweismittel wurden sichergestellt
In Summe gab es neun Hausdurchsuchungen in Vorarlberg, Tirol, Burgenland, Wien, Niederösterreich und Oberösterreich. Dabei wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt, darunter Mobiltelefone, Datenträger, Laptops, diverse Messer, zwei Schlagringe, eine Schreckschusspistole mit zugehörigem Magazin, Suchtgift sowie Literatur mit extremistischen Inhalten.
Derzeit werden die sichergestellten Gegenstände im Laufe weiterer Ermittlungen ausgewertet. Für die Aktion arbeiteten der Staatsschutz, Nachrichtendienst (DSN), die Exekutive und diverse Einsatzkommandos der Cobra zusammen.
Statement der Politik
"Durch diesen Präventivschlag werden extremistische Entwicklungen frühzeitig erkannt, analysiert und unterbunden. Das Ziel ist klar: Die Sicherheit der Menschen in unserem Land nachhaltig gewährleisten", so Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). Die Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) betonte die wirkungsvolle Zusammenarbeit der Behörden.
Die Gefahr der Online-Radikalisierung
Die Nachrichtdienstdirektorin Sylvia Meier ergänzte: Die Radikalisierung stelle vor allem online eine hohe Gefährdungslage dar. Der Verfassungsschutz müsse deshalb möglichst früh erkennen, wenn jemand gefährlich werden könnte.
(apa/ha)