Ruck: Parteiausschluss!
ÖVP zieht Konsequenzen
(25.07.2026) Die ÖVP hat den nach der Veröffentlichung von Gesprächsprotokollen unter Druck geratenen Chef des Wiener ÖVP-Wirtschaftsbundes und der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Ruck, aus der Partei ausgeschlossen. Das teilte die Partei am Freitagabend mit. Zuvor hatte der Parteivorstand rund zwei Stunden per Videocall zu der Causa getagt. Die Wiener Wirtschaftskammer teilte am Abend mit, "eine Berufung dagegen" zu prüfen.
Die in den Protokollen kolportierten Aussagen seien "in keinster Weise mit den Werten und der Weltanschauung der Volkspartei vereinbar", heißt es in einer Aussendung der Bundes-ÖVP.
Wirtschaftskammer prüft Berufung
Die Wirtschaftskammer Wien, in der der Wiener ÖVP-Wirtschaftsbund eine Mehrheit hält, nahm den Ausschluss "zur Kenntnis", wie sie am Abend gegenüber der APA erklärte. Sie hätte "bekanntlich eine andere Meinung dazu" und würde "eine Berufung dagegen prüfen". Ruck selbst hatte sich zuvor am Freitag zu Mittag in einem Schreiben an den ÖVP-Bundesparteivorstand "verwundert" über die Parteiausschluss-Pläne gezeigt, von denen er aus den Medien erfahren habe. Er habe "seit Beginn dieser Kampagne gegen die Selbstverwaltung und meine Person" darauf hingewiesen, "dass die veröffentlichten Aussagen von mir nicht bestätigt werden können", so Ruck.
(FJ/APA)