Europa in Flammen
Brände in Urlaubsregionen!
(24.07.2026) Die Waldbrandsaison in Europa hat sich mitten in der Hauptreisezeit dramatisch verschärft. Extreme Hitze, anhaltende Trockenheit und starker Wind sorgen dafür, dass sich Feuer rasend schnell ausbreiten. Besonders betroffen sind derzeit beliebte Urlaubsregionen in Frankreich, Spanien, Italien, Kroatien und Griechenland. Tausende Menschen mussten bereits ihre Häuser, Hotels und Campingplätze verlassen.
Frankreich: Zehntausende Urlauber evakuiert
Besonders angespannt ist die Lage im Südwesten Frankreichs. Rund um die beliebten Ferienorte Cap Ferret und Biscarrosse wüten mehrere Großbrände. Zehntausende Menschen mussten ihre Unterkünfte verlassen, zahlreiche Campingplätze wurden geräumt und Straßen gesperrt. Die Flammen haben bereits große Waldflächen zerstört. Bei den Löscharbeiten kamen zudem zwei Feuerwehrleute ums Leben.
Spanien kämpft gegen mehrere Großfeuer
Auch Spanien erlebt derzeit eine der schwersten Waldbrandlagen des Sommers. Betroffen sind unter anderem die Regionen rund um Madrid sowie die Provinzen Guadalajara und Ávila. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht, darunter auch Bewohner von Pflegeheimen. Die spanische Regierung hat das Militär und zusätzliche Einsatzkräfte mobilisiert, um die Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Feuer auch in Italien
In Italien konzentriert sich die Lage derzeit vor allem auf Sizilien. Dort kämpfen Hunderte Einsatzkräfte gegen mehrere Wald- und Vegetationsbrände. Ein Feuerwehrmann kam während eines Einsatzes ums Leben. Die Behörden warnen, dass die anhaltende Hitze die Gefahr weiterer Brände deutlich erhöht.
Brände an der kroatischen Adria
Auch an der kroatischen Adriaküste sorgten Waldbrände für Großeinsätze. Besonders betroffen waren die Inseln Korčula und Mljet sowie Gebiete rund um Šibenik. Mehrere Hundert Feuerwehrleute und Löschflugzeuge waren im Einsatz. Die größten Feuer konnten mittlerweile unter Kontrolle gebracht werden, dennoch bleibt die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Dalmatiens hoch.
Griechenland bleibt im Ausnahmezustand
In Griechenland kämpfen Feuerwehr und Zivilschutz erneut gegen zahlreiche Waldbrände. Auf Kreta mussten mehrere Ortschaften vorsorglich evakuiert werden, auch auf dem Peloponnes und in Zentralgriechenland gab es größere Brände. Löschflugzeuge und Hubschrauber sind im Dauereinsatz, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern.
Urlauber sollten Lage genau beobachten
Eine generelle Reisewarnung für die betroffenen Länder gibt es derzeit nicht. Die Brände beschränken sich auf einzelne Regionen, dennoch können Straßen kurzfristig gesperrt und Hotels oder Campingplätze evakuiert werden. Urlauber sollten sich deshalb vor der Anreise über die aktuelle Situation informieren und Anweisungen der Behörden unbedingt befolgen. Experten gehen davon aus, dass die Waldbrandgefahr in Südeuropa aufgrund der anhaltenden Hitzewelle auch in den kommenden Tagen hoch bleibt. Bereits ein Funke kann ausreichen, um neue Großbrände auszulösen.
(fd/medien/apa)