Schwere Beben in Venezuela

Tausende Tote befrüchtet!

(25.06.2026) Bei zwei schweren Erdbeben in Venezuela sind mindestens 164 Menschen gestorben. Fast 1.000 Menschen seien verletzt worden, sagte Venezuelas amtierende Präsidentin Delcy Rodriguez. Experten gehen von deutlich höheren Opferzahlen aus. Bei den Erdstößen der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwochabend Ortszeit wurden demnach rund 30 Nachbeben registriert. Zahlreiche Gebäude stürzten ein. Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden und weiteren Opfern.

Übergangspräsidentin rief den Ausnahmezustand aus

Die beiden Erschütterungen ereigneten sich am Mittwochnachmittag an einem Feiertag, als sich viele Venezolaner zu Hause aufhielten. Die Übergangspräsidentin rief den Ausnahmezustand aus. Einer Modellrechnung der US-Erdbebenwarte USGS zufolge könnte die Zahl der Toten in die Tausende gehen; eine Zahl von mehr als 10.000 Toten sei wahrscheinlich. Nach den Worten von Rodríguez waren am Donnerstag von den Vereinten Nationen koordinierte Rettungsteams auf dem Weg in das südamerikanische Land. Die Retter "sind schon auf dem Weg in unser Land", um bei der Suche nach Verschütteten zu helfen, sagte Rodríguez am Donnerstag in einer Fernsehansprache.

Bilder und Berichte

Die ersten Bilder und Berichte stammen aus Gebieten rund 150 Kilometer östlich des Epizentrums, wo es teilweise zu erheblichen Schäden gekommen ist, sowie aus mehreren Bundesstaaten im Norden Venezuelas.

Trump sagt Hilfe zu

US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu den Ereignissen und sicherte dem südamerikanischen Land schnelle Hilfe zu. Wahrscheinlich mit Blick auf die Übergangsregierung schrieb Trump:

„Wir werden für unsere neuen und großartigen Freunde da sein.“

Auch andere Länder haben umgehend Hilfe zugesagt.

Notstand wurde ausgerufen

Von der Regierung wurde der Notstand ausgerufen. In dem südamerikanischen Land wurde der Schulbetrieb ausgesetzt und der Zugverkehr eingestellt. Auch der internationale Flughafen der Hauptstadt Caracas wurde aufgrund von Schäden geschlossen. Rettungskräfte suchen in den Trümmern eingestürzter Gebäude nach zahlreichen Verschütteten.

Der Innenminister Diosdado Cabello sagte im Fernsehen:

„Wir haben es mit einer äußerst alarmierenden Situation zu tun.“

Er riet den Menschen, an sicheren Orten zu bleiben, da mit weiteren Nachbeben zu rechnen ist und dadurch bereits beschädigte Gebäude einstürzen könnten. Zudem wurde die Gasversorgung unterbrochen, um Explosionen zu verhindern.

(APA/KTZ/fd)

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