Selbstzweifel bei Sophia Thiel
Kampf mit eigener Emotion
(09.10.2026) Öffentlich kennt man Sophia Thiel als eine starke Frau, in einem Podcaqst mit Sebastian Tigges hat sie jetzt über Selbstzweifel und der eigenen Wahrnehmung gesprochen. In dem Podcast "Tigges trifft" hat die 31-jährige erklärt, was hinter dem selbstsicheren Auftreten steckt. "Die Außenwahrnehmung von mir ist oft null deckungsgleich mit dem, was ich wahrnehme".
Sophia Thiel wirkt nach außen oft ausgeglichen und selbstsicher, diese Wahrnehmung deckt sich aber nicht immer mit ihrem eigenen Empfinden. Sie erklärt dass sie Zeiten erlebt hat, in denen sie kein Vertrauen in sich selbst hat. Die Sportlerin zieht sich in solchen Momenten häufig eher zurück und verliert schneller die innere Balance. Sie hat aber gelernt, diese verletzliche Seite nicht mehr zu verdrängen, mittlerweile nimmt die 31-Jährige sie als einen Teil von sich an.
Im Podcast mit Sebastian Tigges erklärt Thiel anhand einer Begegnung bei der Jetski-WM, wie weit ihre eigene Wahrnehmung und ihre Außenwirkung auseinanderliegen. Damals hat ihr Managementkollege Gustav sie für ihre Fotos aus Miami gelobt. Als er sie als eine starke und selbstbewusste Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht beschrieben hat, dachte sie sich nur "von wem sprichst du eigentlich?". Neben ihren stabilen Momenten, ist sie sich auch über die Zeiten bewusst in denen sie besonders verwundbar war. Sie erklärt gegenüber Tigges, dass sie manchmal fast eine Sozialphobie hat und gar nicht erst vor die Türe gehen will. Besonders in ihren schwachen Phasen ist es für sie schwer, das positive Bild der anderen zu erkennen.
In der Vergangenhei ist sie mit solchen Gefühlen häufig anders umgegangen. Anstatt negative Emotionen zu akzeptieren, hat sie dagegen angekämpft, die Folgen davon haben sich dann auf ihr Essverhalten ausgewirkt. Im Gespräch erklärt die 31-Jährige: "Früher habe ich es nicht akzeptiert und dagegen angekämpft und dann habe ich die Essanfälle bekommen, weil ich nicht wusste, wohin mit diesen negativen Emotionen, und dann habe ich versucht, mich mit Essen davon abzulenken". Heute hat sie ihren Umgang mich wechselnden Emotionen verändert, sie versucht Momente der Unsicherheit oder Verletzlichkeit nicht mehr auszublenden. Genau an diesen Tagen gesteht sie es sich zu, sich weniger selbstsicher und stark zu fühlen. Thiel hat die Notwendigkeit erkannt, ihre Persönlichkeit anzunehmen und sich selbst das nötige Verständnis zu geben.
(ep)