Song Contest erreicht Höhepunkt
Finale in Wiener Stadthalle
(16.05.2026) Nach einer Woche voller Partys trotz Regens und einigen Protestveranstaltungen ob der Teilnahme Israels erreicht der 70. Eurovision Song Contest von Wien am Samstag mit dem großen Finale seinen Höhepunkt. 25 Länder, darunter Österreich als Gastgeber mit Cosmó, kämpfen in der Stadthalle um den Titel des größten Musikbewerbs der Welt und damit um die Nachfolge von Vorjahressieger JJ mit "Wasted Love".
In der Gunst der Wettbüros liegt dabei weiterhin stabil das finnische Duo Pete Parkkonen und Linda Lampenius auf Platz 1. Den Nordleuten auf den Fersen sind Griechenlands Akylas, Delta Goodrem aus Australien oder der Däne Søren Torpegaard Lund. Eine endgültige Entscheidung über jenes Land, das 2026 Europas Sangeskrone für sich reklamieren kann, wird gegen 1 Uhr erwartet.
Demos in Wien
Gegen die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest ist am Tag des Finales am Samstag eine Großdemonstration unter dem Motto "Keine Bühne für den Völkermord" in Wien angekündigt. Ein für 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldeter Protestzug wird demnach ab 14.00 Uhr vom Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof über die Schmelzbrücke hinter die Stadthalle ziehen. Das Ende ist um 17.00 Uhr mit einer Kundgebung geplant.
"Mit internationalen Großveranstaltungen wie dem Eurovision Song Contest wird Israel eine Propaganda-Bühne geboten – so, als gäbe es keinen Genozid, keine Apartheid und keine Besatzung in Palästina", hieß es seitens der Organisatoren. Man wolle "der Propagandashow eine Massendemonstration entgegenstellen".
Protest gibt es aber auch gegen "den grassierenden antizionistischen Boykott-Wahnsinn". Bei einer Kundgebung und einem Infostand von 14.00 bis 21.00 Uhr am Urban-Loritz-Platz wollen das Bündnis gegen Antisemitismus und Artists Against Antisemitism Wien ein "Zeichen für Gastfreundschaft und Solidarität" setzen.
(APA/CD)