Spritpreisbremse in Österreich
Nur noch 2,5 Cent ab Mitte Mai
Regierung einigt sich in letzter Minute
(30.04.2026) Kurz vor dem Auslaufen der bisherigen Regelung gibt es doch noch eine Einigung: Die Spritpreisbremse in Österreich wird verlängert, allerdings in deutlich abgeschwächter Form. Nach intensiven und zuletzt beinahe gescheiterten Verhandlungen haben sich ÖVP, SPÖ und NEOS am Donnerstagnachmittag (30. April 2026) auf eine neue Lösung verständigt. Das bestätigten das Wirtschaftsministerium sowie das Finanzministerium.
Weniger Entlastung für Autofahrer im Mai
Die neue Regelung bringt spürbar weniger Entlastung als bisher. Konkret:
- Die Mineralölsteuer wird im Mai nur noch um 2 Cent pro Liter gesenkt (bisher: 5 Cent)
- Grund dafür: geringerer finanzieller Spielraum durch sinkende Mehreinnahmen
Damit fällt die steuerliche Entlastung für Autofahrer deutlich kleiner aus als in den vergangenen Monaten.
Margenbegrenzung wird ebenfalls reduziert
Auch bei der sogenannten Margenbegrenzung – also der Begrenzung der Gewinne von Mineralölunternehmen – gibt es Änderungen:
- In den ersten beiden Mai-Wochen: weiterhin Reduktion um 5 Cent pro Liter
- Ab der zweiten Maihälfte: nur noch 2,5 Cent pro Liter
Das bedeutet: Die Spritpreise könnten im Laufe des Monats wieder etwas anziehen.
Verhandlungen standen kurz vor dem Scheitern
Die Einigung kommt in letzter Minute. Noch kurz zuvor galt eine Verlängerung als unsicher. Hinter den Kulissen wurde intensiv verhandelt, insbesondere über die Finanzierung der Maßnahme.
Der reduzierte Umfang zeigt, dass der finanzielle Spielraum für staatliche Entlastungen begrenzt ist.
Maßnahme läuft in abgespeckter Form weiter
Mit der neuen Regelung bleibt die Spritpreisbremse zwar bestehen, verliert aber deutlich an Wirkung. Für viele Autofahrer bedeutet das:
- geringere Entlastung beim Tanken
- steigender Druck durch weiterhin hohe Energiepreise
Kritik und Diskussionen erwartet
Die Entscheidung dürfte politisch weiter diskutiert werden. Während die Regierung einen Kompromiss gefunden hat, könnten Kritiker die abgeschwächte Entlastung als unzureichend bewerten. Gerade in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten bleibt das Thema Treibstoffpreise ein zentraler Punkt für viele Haushalte in Österreich.
Wie sich die Spritpreise entwickeln
Wie stark sich die Änderungen tatsächlich auf die Preise an den Tankstellen auswirken, hängt auch von den internationalen Ölpreisen ab. Fest steht jedoch: Die Entlastung wird geringer – und Autofahrer müssen sich im Mai auf mögliche Preissteigerungen einstellen.
(fd/apa)