Trump: Magyar ist „guter Mann“

Machtwechsel in Ungarn

(15.04.2026) Péter Magyar und seine TISZA-Partei haben mit einem historischen Erdrutschsieg die Ära Orbán nun endgültig beendet. Trotz der langjährigen engen Verbundenheit mit dem bisherigen Regierungschef findet US-Präsident Donald Trump nun überraschend positive Worte gegenüber dem künftigen Premier. Die Regierungsübergabe an Péter Magyar soll im Mai erfolgen.

„er ist ein guter Mann“

Nach dem großen politischen Umbruch in Ungarn hat sich nun auch das Weiße Haus zu Wort gemeldet. US-Präsident Donald Trump, der im Wahlkampf noch als vehementer Unterstützer des bisherigen Amtsinhabers Viktor Orbán galt, signalisierte Akzeptanz für den Machtwechsel. In einem Gespräch mit dem Sender ABC News äußerte sich Trump positiv über den Wahlsieger: „Ich denke, der neue Mann wird einen guten Job machen - er ist ein guter Mann“, so der US-Präsident am Dienstag.

„nicht überrascht“ & „war mein Freund“

Noch kurz zuvor hatte Trump im Gespräch mit der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ betont, Orbán „war mein Freund“ und würdigte ihn ebenfalls als „ein guter Mann“, insbesondere mit Blick auf dessen Migrationspolitik. Auch US-Vizepräsident JD Vance erklärte nach der Wahl, die US-Führung sei über Orbáns Wahlniederlage „nicht überrascht“ gewesen. Vance war nur wenige Tage vor der Abstimmung gemeinsam mit Orbán in Budapest aufgetreten.

Péter Magyar ist kein Unbekannter

Der Wahlsieger Péter Magyar ist definitiv kein Unbekannter. Er gehörte einst selbst der Regierungspartei Fidesz von Viktor Orbán an und ist der Ex-Mann der ehemaligen Justizministerin Judit Varga. Im Februar 2024 positionierte er sich gegen den Regierungschef. Innerhalb kürzester Zeit gelang es ihm, die wachsende Unzufriedenheit im Land politisch zu bündeln. Mit dem Sieg der TISZA-Partei am vergangenen Sonntag, die sich eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament sichern konnte, endet eine rund 16-jährige Dominanz.

Orban als Symbolfigur der Rechtspopulisten

Seit 2010 hatte Viktor Orbán das Land regiert und dabei die „illiberale Demokratie“ als sein politisches Markenzeichen etabliert, mit der er über Jahre hinweg als Symbolfigur der Rechtspopulisten in Europa und darüber hinaus galt. Die Regierungsjahre von Viktor Orbán waren von radikalen Eingriffen in Rechtsstaat und Medienfreiheit geprägt. Gleichzeitig standen sie im Zeichen weit verbreiteter Korruption und der Begünstigung politischer Eliten, auch in seinem familiären Umfeld.

International positionierte sich Orbán zudem zwischen verschiedenen Machtzentren. Er pflegte enge Kontakte sowohl zu Russlands Präsident Wladimir Putin als auch zu Donald Trump und hielt zugleich gute Beziehungen zu China. Trump stellte sich im Wahlkampf demonstrativ hinter ihn und stellte für den Fall eines weiteren Wahlsiegs auch wirtschaftliche Unterstützung für Ungarn in Aussicht. Nun steht das Land vor einem bedeutenden Machtwechsel. Die offizielle Amtsübergabe an Péter Magyar wird für den kommenden Mai erwartet.

(apa/mk)

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