Verhütungspanne bei den Tapiren
Nachwuchs im Zoo Schmiding
(19.10.2026) Im Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels hat eine Verhütungspanne zu Nachwuchs bei den Tapiren geführt. Das Jungtier mit dem Namen "Yaku" ist für Besucher bereits zu sehen und wird liebevoll von Mama-Tapir Lucy umsorgt. In der indigenen Sprache Quechua hat "Yaku" die Bedeutung "Wasser". Nachdem Tapire in südamerikanischen Regenwäldern leben und sich gerne in Gewässern aufhalten, war der Name perfekt für das Jungtier. Die große Frage: Wie konnte es aber zu so einer Verhütungspanne kommen und warum war der Nachwuchs ungeplant?
Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) werden die Geburten von Flachlandtapiren gezielt koordiniert. In europäischen Zoos gib es bereits eine gut etablierte Population, weshalb kein Nachwuchs für die Tapire vorgesehen war. Das Tapirmännchen "Poroto" hat deshalb eine hormonelle Verhütung erhalten, diese musste Ende 2025 aber kurzzeitig ausgesetzt werden. Grund für die Unterbrechung war ein Lieferengpass bei dem benötigten Medikament. Der süße Yaku ist das Resultat der kleinen Verhütungspanne.
Der Zoologe vom Schmidinger Zoo, Stefan Hirtenlehner, erklärt: "Mit der zuständigen EEP-Koordinatorin wurde die Situation bereits besprochen. Obwohl die Geburt ungeplant war, zeichnet sich dennoch bereits eine geeignete Unterbringung in einem anderen Zoo ab, sobald er erwachsen ist".
(apa/ep)