Wanderer entdeckt 2 Leichen
Schockfund bei Tarvis
(02.07.2026) Zwei Wanderer sind an den Fusine-Seen unweit von Tarvis in der norditalienischen Region Friaul-Julisch Venetien tot aufgefunden worden. Ermittler gehen von einem Bergunfall aus. Bei den Toten handelt es sich um eine 49-jährige Frau und ihren Sohn aus dem slowenischen Kranjska Gora. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Die Toten wurden am Montag von einem anderen Wanderer im trockenen Bachbett nördlich des oberen Fusine-Sees entdeckt.
Sie lagen etwa 50 Meter voneinander entfernt. Die Ermittlungen führt die Carabinieri in Tarvis. Laut dem aktuellen Ermittlungsstand starben Mutter und Sohn vermutlich bereits am 23. Juni. Darauf deutet unter anderem ein Parkticket für die Fusine-Seen mit diesem Datum hin. Am Nachmittag des 23. Juni zogen heftige Gewitter über die Region.
Die Ermittler vermuten, dass ein plötzlich angeschwollener Gebirgsbach die beiden Personen mitgerissen und an den Fundort gespült haben könnte. Die starken Niederschläge an diesem Tag werden durch Wetterdaten bestätigt. Die anschließende Hitze dürfte den fortgeschrittenen Verwesungszustand der Leichen verursacht haben.
Rucksack und Tasche mit Drohne entdeckt
Rund 100 Meter oberhalb des Fundortes entdeckten die Einsatzkräfte einen Rucksack mit den Autoschlüsseln der Frau sowie eine Tasche mit einer Drohne. Nach Angaben der Ermittler stützen die Aufnahmen der Drohne die Annahme, dass Mutter und Sohn zu einer Wanderung aufgebrochen waren, die tödlich endete. Das Auto der beiden stand noch auf einem Parkplatz am unteren Fusine-See. Darin fanden die Ermittler Ausweispapiere, Bergschuhe sowie persönliche Gegenstände und Golfausrüstung.
Eine Obduktion soll in den kommenden Tagen die genaue Todesursache klären. Die Staatsanwaltschaft in Udine führt ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt, wie in Italien in solchen Fällen üblich. Nach Angaben der Ermittler war die Frau häufig gemeinsam mit ihrem Sohn auf Bergtouren unterwegs. Da ihr Verschwinden offenbar erst etwa eine Woche zurücklag, war in Slowenien keine Vermisstenanzeige erstattet worden.
(apa/mc)