Wien: Tödlicher Brückensprung

Polizei warnt!

(28.06.2026) Ein tragischer Badeunfall in Wien zeigt erneut, wie gefährlich Sprünge von Brücken in Flüsse oder Seen sein können. Ein 34-jähriger Mann ist nach einem Sprung von einer Fußgängerbrücke in die Neue Donau ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich im Bereich Am Rollerdamm im 21. Bezirk Floridsdorf. Die Wiener Polizei warnt nach dem Unglück erneut eindringlich vor dem lebensgefährlichen Risiko solcher Sprünge.

Freundin muss alles mitansehen

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 34-Jährige vor dem Vorfall Alkohol konsumiert. Anschließend sprang er von der Fußgängerbrücke in die Neue Donau. Zunächst gelang es ihm noch, zu einem Brückenpfeiler nahe der U-Bahn-Station Neue Donau zu schwimmen. Wenige Augenblicke später ging der Mann jedoch unter.

Seine Lebensgefährtin musste das gesamte Unglück mit ansehen und alarmierte sofort die Einsatzkräfte.

Großaufgebot sucht nach Vermisstem

Feuerwehr, Berufsrettung und Polizei rückten mit einem Großaufgebot aus. Taucher der Wiener Berufsfeuerwehr konnten den Mann rasch lokalisieren und an Land bringen. Mehrere Teams der Berufsrettung begannen sofort mit der Wiederbelebung. Trotz aller Bemühungen kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 34-Jährigen feststellen.

Polizei warnt vor lebensgefährlichen Brückensprüngen

Nach dem tödlichen Unfall richtet die Landespolizeidirektion Wien einen klaren Appell an die Bevölkerung. Brückensprünge in Flüsse, Seen oder andere Gewässer seien extrem gefährlich und könnten innerhalb weniger Sekunden tödlich enden.

Viele unterschätzen die Risiken. Strömungen, Wirbel, starke Höhen, verdeckte Hindernisse unter der Wasseroberfläche oder der harte Aufprall auf das Wasser können selbst geübte Schwimmer in Lebensgefahr bringen. Kommen Alkohol oder Selbstüberschätzung hinzu, steigt das Risiko zusätzlich erheblich.

Immer wieder schwere Unfälle

Der aktuelle Todesfall ist kein Einzelfall. Gerade in den Sommermonaten müssen Feuerwehr und Wasserpolizei immer wieder zu Einsätzen ausrücken, nachdem Menschen von Brücken in die Donau oder Neue Donau gesprungen sind. In den vergangenen Jahren kam es dabei mehrfach zu schweren Verletzungen und tödlichen Unglücken. Auch Suchaktionen nach vermeintlich vermissten Brückenspringern binden regelmäßig zahlreiche Einsatzkräfte.

Die Behörden betonen deshalb: Der Sprung von einer Brücke mag harmlos oder mutig wirken – tatsächlich kann er innerhalb weniger Sekunden tödliche Folgen haben. Wer sich an heißen Tagen abkühlen möchte, sollte ausschließlich ausgewiesene Badeplätze nutzen und niemals von Brücken ins Wasser springen.

(fd/krone)

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