Wollte Frau anzünden

Mann verhaftet

(11.07.2026) Zu einer aufsehenerregenden Tat ist es bereits am 29. Juni in Kärntens Landeshauptstadt Klagenfurt gekommen. Ein 68-jähriger Deutscher übergoss offenbar im Zuge einer Auseinandersetzung eine 51-jährige Mitarbeiterin seines Vermieters im Büro des Chefs mit einer brennbaren Flüssigkeit, vermutlich Ethanol, aus einer Wärmeflasche. Daraufhin soll er die Frau festgehalten und versucht haben, sie mit einem Feuerzeug anzuzünden. Dies misslang, da das Feuerzeug nicht funktionierte.

Der geschockten Frau gelang es, mit leichten Blessuren zu flüchten und die Polizei zu alarmieren. Die 51-Jährige alarmierte die Polizei, woraufhin diese den Mann festnahm. In seiner ersten Einvernahme habe der Deutsche als "Begründung" für seine Tat angegeben, dass er "sich nicht verstanden fühlte" und dass er eine Klärung seiner Wohnungssituation wollte. Über den Mann wurde inzwischen die Untersuchungshaft verhängt, gegen ihn wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

Der Angriff dürfte nach ersten Ermittlungen geplant gewesen sein, hieß es von der Anklagebehörde. Der Mann habe die brennbare Flüssigkeit zum Treffen mitgebracht. Ebenso wie das Feuerzeug, das er selbst "verfeinert" habe. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Deutsche sein Opfer anzünden wollte und so dessen Tod in Kauf nahm. Nach der Festnahme wurden in der Wohnung des Mannes zudem unter anderem Sprengmittel und Waffen gefunden. Ein Gutachten soll nun die Zurechnungsfähigkeit des bisher unbescholtenen Beschuldigten klären.

(FJ/APA)

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