Autobrände nehmen zu!
ASFINAG hat die Tipps!
(10.07.2026) Die Zahl der Fahrzeugbrände auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen steigt seit Jahren an. Die Asfinag warnt nun vor einem besonders gefährlichen Sommer: Bereits zur Jahresmitte wurden mehr als 150 Fahrzeugbrände registriert. Mit der bevorstehenden Hitzewelle und dem Ferienreiseverkehr könnte diese Zahl weiter deutlich steigen.
Bereits 151 Fahrzeugbrände im Jahr 2026
Nach Angaben der Asfinag sind bis Anfang Juli bereits 151 Fahrzeuge auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen in Brand geraten. Besonders bemerkenswert: Die eigentliche "Brandsaison" mit den heißen Sommermonaten Juli und August beginnt erst.
Zum Vergleich:
- 2020: 226 Fahrzeugbrände
- 2024: rund 300 Fahrzeugbrände
- 2025: rund 300 Fahrzeugbrände
- 2026: bereits 151 Brände bis Anfang Juli
Sollte sich der bisherige Trend fortsetzen, könnte der Wert aus den beiden Vorjahren heuer sogar übertroffen werden.
Warum kommt es immer häufiger zu Fahrzeugbränden?
Die Asfinag sieht mehrere Gründe für den Anstieg. Hohe Außentemperaturen können technische Probleme zusätzlich verschärfen und bestehende Schäden am Fahrzeug begünstigen.
Zu den häufigsten Ursachen zählen:
- überhitzte Motoren
- undichte Öl- oder Kraftstoffleitungen
- festsitzende und überhitzte Bremsen
- fehlendes Kühlmittel
- beschädigte Radlager
- elektrische oder elektronische Defekte mit Kurzschluss
- Reifenschäden oder zu geringer Reifendruck
Die Hitze selbst löst einen Fahrzeugbrand meist nicht direkt aus, sie erhöht jedoch das Risiko, dass bereits vorhandene technische Mängel zu einem Brand führen.
Asfinag empfiehlt Fahrzeug-Check vor Urlaubsfahrt
Mit dem Ferienbeginn in mehreren Bundesländern und zahlreichen Urlaubern auf Österreichs Autobahnen appelliert die Asfinag an alle Autofahrer, ihr Fahrzeug vor längeren Fahrten sorgfältig zu überprüfen.
Verkehrssicherheitsexperte Bernhard Lautner empfiehlt insbesondere die Kontrolle von:
- Ölstand
- Kühlmittel
- Bremsen
- Reifen und Reifendruck
Ein kurzer Sicherheitscheck könne im Ernstfall nicht nur teure Schäden verhindern, sondern sogar Leben retten.
Alle Insassen konnten sich bisher retten
Trotz der steigenden Zahl an Fahrzeugbränden gibt es auch eine positive Nachricht: Laut Asfinag konnten sich bei allen bisher registrierten Fahrzeugbränden die Fahrzeuginsassen rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Dennoch gilt: Wer während der Fahrt Rauch oder Brandgeruch bemerkt, sollte das Fahrzeug möglichst rasch an einem sicheren Ort anhalten, den Motor abstellen, alle Insassen aussteigen lassen und genügend Abstand zum Auto halten. Anschließend sollte sofort die Feuerwehr über den Notruf verständigt werden.
Gefahr von Böschungsbränden
Neben Fahrzeugbränden nimmt im Sommer auch die Zahl der Böschungsbrände entlang der Autobahnen zu. Im vergangenen Jahr mussten Asfinag und Feuerwehren 39-mal zu solchen Einsätzen ausrücken. Heuer gab es bereits 20 Böschungsbrände.
Nur sieben dieser Brände wurden durch brennende Fahrzeuge ausgelöst. Häufiger sind laut Asfinag achtlos weggeworfene Zigaretten oder andere menschliche Ursachen der Auslöser. In Kombination mit trockener Vegetation und Temperaturen von deutlich über 30 Grad steigt das Brandrisiko erheblich.
Ferienverkehr und Hitzewelle verschärfen die Lage
Das kommende Wochenende zählt zu den reisestärksten des Sommers. Gleichzeitig rollt die nächste Hitzewelle auf Österreich zu. In vielen Regionen werden bis Anfang der kommenden Woche Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad erwartet.
Die Kombination aus langen Autofahrten, hohen Außentemperaturen und dichtem Reiseverkehr erhöht das Risiko technischer Defekte zusätzlich. Die Asfinag empfiehlt deshalb, Fahrzeuge vor Urlaubsfahrten gründlich zu überprüfen und bei ersten Anzeichen von Problemen sofort anzuhalten.
(fd/apa)