Zug kracht in Schulbus!
4 Tote darunter 2 Kinder
(26.05.2026) Beim Zusammenstoß eines Zuges mit einem Schul-Kleinbus starben am Dienstagmorgen vier Menschen – darunter zwei Jugendliche. Zwei weitere Personen kämpfen laut Behörden schwer verletzt ums Überleben. Nach aktuellen Informationen befanden sich sieben Schulkinder, der Fahrer sowie eine Begleitperson in dem Kleinbus. Laut Belgiens Verkehrsminister Jean-Luc Crucke starben zwei Jugendliche, der Busfahrer und die Begleitperson. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt.
Bus brachte Kinder mit besonderen Bedürfnissen zur Schule
Wie belgische Medien inzwischen berichten, war der Kleinbus auf dem Weg zur „Richtpunt Campus Buggenhout“, einer Schule für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen. An Bord befanden sich sieben Schüler, der Fahrer sowie eine Begleitperson. Der Unfall passierte gegen 8.08 Uhr am Bahnübergang Vierhuizen in der flämischen Gemeinde Buggenhout, rund 30 Kilometer nordwestlich von Brüssel. Der Regionalzug war kurz vor dem Bahnhof und bereits im Bremsvorgang, als es zur Katastrophe kam.
Überwachungsvideos zeigen: Schranken waren geschlossen
Besonders brisant: Laut Infrabel, der belgischen Bahninfrastrukturgesellschaft, zeigen die Aufnahmen der Überwachungskameras eindeutig, dass die Schranken bereits geschlossen und die Warnlichter rot waren. Trotzdem fuhr der Schulbus auf die Gleise.
„Wir versuchen zu verstehen, wie das passieren konnte“, sagte Infrabel-Sprecher Thomas Baeken. Der Lokführer habe sofort eine Notbremsung eingeleitet, den Crash aber nicht mehr verhindern können.
„Extrem heftiger Aufprall“
Polizeisprecher Frédéric Sacré beschrieb den Zusammenstoß als „extrem gewaltsam“. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Kleinbus neben die Gleise geschleudert und blieb auf der Seite liegen. Bilder vom Unfallort zeigen massive Schäden am Fahrzeug.
Die etwa 100 Fahrgäste im Zug blieben laut SNCB unverletzt. Ein Passagier erlitt allerdings einen Schockzustand. Alle Reisenden wurden von Einsatzkräften evakuiert und in einer nahegelegenen Feuerwache betreut.
Ermittler sichern Spuren am Bahnübergang
Die Staatsanwaltschaft sowie Unfallgutachter untersuchen derzeit die genaue Ursache des Unglücks. Laut belgischen Behörden werden sämtliche Kameraaufnahmen ausgewertet. Familienangehörige der Opfer werden psychologisch betreut. Die Bahnstrecke zwischen Dendermonde und Londerzeel wurde nach dem Unfall komplett gesperrt.
Ganz Europa reagiert geschockt
Belgiens Innenminister Bernard Quintin sprach von einem „tragischen Unfall“ und dankte den Rettungskräften für ihren schnellen Einsatz. Auch Justizministerin Annelies Verlinden meldete sich emotional zu Wort: „Worte fehlen.“
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb auf X:
„Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Familien der Opfer. Heute trauert Europa mit Belgien.“
Belgien kämpft seit Jahren mit Unfällen an Bahnübergängen. Laut Infrabel kamen allein 2025 fünf Menschen bei ähnlichen Kollisionen ums Leben – trotz sinkender Unfallzahlen.
(fd/apa)