Bub am Fluss erwürgt?
2 Jugendliche (15,16) in Haft!
(26.05.2026) Der rätselhafte Tod eines elfjährigen Buben in der französischen Stadt Rennes erschüttert weiter ganz Frankreich. Inzwischen sind neue Details zu dem Fall bekannt geworden – und die Ermittler gehen immer stärker von einem Gewaltverbrechen aus. Zwei Teenager stehen unter dringendem Tatverdacht.
Bub mit Badetuch stranguliert?
Der Elfjährige war am Sonntagnachmittag leblos am Ufer des Flusses Vilaine gefunden worden – mitten in einem eigentlich ruhigen und wohlhabenden Viertel nahe der Innenstadt von Rennes. Besonders verstörend: Laut Staatsanwaltschaft war ein nasses Badetuch „sehr fest“ um seinen Hals gebunden.
Ein Fischer hatte zuvor die Schreie eines Kindes gehört und Alarm geschlagen. Kurz darauf entdeckten Einsatzkräfte den Jungen in einem Gebüsch nahe des Flussufers. Rettungskräfte versuchten noch, ihn wiederzubeleben – jedoch ohne Erfolg. Der Bub erlitt laut Behörden einen Herz- und Atemstillstand infolge der Strangulation.
Mutter sucht verzweifelt nach ihrem Sohn
Französische Medien berichten inzwischen, dass der Bub seiner Mutter gesagt hatte, er wolle mit einem Freund angeln gehen. Während sich das Drama bereits am Flussufer abspielte, suchte seine Mutter offenbar verzweifelt nach ihm. Wenig später trafen beide Eltern am Tatort ein.
Die Tat ereignete sich laut Ermittlern in einem bewaldeten Bereich unterhalb einer Brücke direkt an der Vilaine – nur wenige Gehminuten vom historischen Zentrum der Stadt entfernt. Das Gebiet gilt normalerweise als beliebt bei Spaziergängern und Fischern.
Zwei Teenager in Polizeigewahrsam
Im Zentrum der Ermittlungen stehen mittlerweile zwei Jugendliche:
- ein 16-jähriger Bub
- sowie ein 15-jähriges Mädchen.
Der 16-Jährige wurde am Montagmorgen zuhause festgenommen. Die 15-Jährige erschien später freiwillig auf einer Polizeistation in Rennes. Beide werden wegen des Verdachts auf „Mord an einem Minderjährigen unter 15 Jahren“ verhört.
Laut Staatsanwalt Frédéric Teillet wurden beide gemeinsam mit dem Opfer am Tag der Tat am Flussufer gesehen. Noch ist unklar, in welcher Beziehung die Jugendlichen zu dem elfjährigen Bub standen. Ermittler schließen derzeit auch nicht aus, dass weitere Personen beteiligt gewesen sein könnten.
Taucher suchen weiter nach Beweisen
Das Gebiet rund um den Fundort blieb auch am Montag großräumig abgesperrt. Zahlreiche Polizeikräfte sicherten Spuren, während Feuerwehrtaucher die Vilaine nach möglichen Beweisstücken durchsuchten. Die Ermittlungen wurden an die Abteilung für organisierte und schwere Kriminalität übertragen – ein Hinweis darauf, wie ernst die Behörden den Fall einstufen.
In Rennes herrscht inzwischen tiefe Bestürzung. Viele Anwohner können kaum glauben, dass sich ein derart brutales Verbrechen mitten in ihrer Nachbarschaft ereignet haben soll.
(fd)