ÖVP-Landesrätin will Polizeijob
Unmut in Partei
(21.08.2026) Die Tiroler ÖVP-Sicherheitslandesrätin Astrid Mair hat sich für einen Job in der Landespolizeidirektion beworben, will aber in der Landesregierung bleiben. Die frühere Polizeibeamtin möchte die stellvertretende Leitung der Fremdenpolizei übernehmen.
"Ich habe mich dafür beworben und war die einzige Interessentin. Die Entscheidung behängt derzeit in Wien", sagte Mair, die seit 2022 der schwarz-roten Landesregierung angehört und zuvor Bezirkspolizeikommandantin von Kufstein war. Falls Mair stellvertretenden FGA-Chefin (fremden- und grenzpolizeilichen Abteilung, Anm.) wird, passiert vorerst nichts, sie muss nur von einem Kollegen bis zur Rückkehr in die Landespolizeidirektion vertreten werden.
Den Großteil ihres Lebens bei Polizei verbracht
Die Politikerin betont, dass sie weiterhin mit Leidenschaft dabei ist und ihre Aufgaben liebt, aber irgendwann gerne zur Exekutive zurückkehren würde und sich zeitnah daran kümmern müsse.
Mattle und ÖVP offenbar not amused
Die Tiroler ÖVP und der Landesparteiobmann Landeshauptmann Anton Mattle sind davon eher weniger begeistert. Es ist möglich, dass Mattle bei Mair, die ohnehin schon seit längerem als Wackelkandidatin gilt und deren erneute Kandidatur bei der Landtagswahl im Herbst 2027 als unwahrscheinlich ist, die Reißleine zieht.
Laut APA-Informationen könnte Mair kurz vor dem Rücktritt stehen. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür aus der Tiroler ÖVP allerdings nicht.
(APA/MG)