Ex-Bürgermeister Luger freigesprochen
Im Untreue-Prozess
(21.08.2026) Der Linzer Ex-Bürgermeister Klaus Luger von der SPÖ ist am Freitag vom Vorwurf der Untreue freigesprochen worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Als Stadtchef soll Luger laut Strafantrag der Staatsanwaltschaft Linz im Zuge der Brucknerhausaffäre ein juristisches Gutachten um ca. 19.000 Euro in Auftrag gegeben haben, das nach Ansicht der Staatsanwaltschaft vor allem in seinem eigenen Interesse war.
Luger hat 2017 im Auswahlverfahren für die künstlerische Geschäftsführung der Linzer Veranstaltungsgesellschaft LIVA und damit auch für die Intendanz des Brucknerhauses seinem bevorzugten Bewerber, Dietmar Kerschbaum, vorab die Fragen der Hearingkommission zugespielt. Als durch einen Whistleblower Compliance-Vorwürfe gegen Kerschbaum erhoben werden und durchsickert, dass Kerschbaum die Hearing-Fragen bereits gekannt hat, gibt der Bürgermeister, der auch LIVA-Aufsichtsratsvorsitzender war, ein Rechtsgutachten dazu in Auftrag - wissend, dass er selbst die undichte Stelle war. Zu Prozessbeginn hat Luger zwar einen "großen Fehler" eingeräumt, bekennt sich aber nicht schuldig.
Vor wenigen Tagen sind aber neue Untreue-Vorwürfe gegen Luger eingegangen. Die Staatsanwaltschaft überprüft jetzt, ob ein Anfangsverdacht vorliegt.
(FJ/APA)