266 Mio. Menschen hungern
Keine Besserung in Sicht
(24.04.2026) Ein Bericht des Globalen Netzwerks gegen Hungerkrisen (GNAFC) hat ergeben, dass die Zahl der hungernden Menschen weiterhin auf einem dramatisch hohen Niveau geblieben ist. 266 Millionen Personen aus 47 Ländern waren vergangenes Jahr von akuter Ernährungsunsicherheit bedroht. Das ergab der aktuelle "Global Report on Food Crises". Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass sich die Krise vor allem auf wenige Länder aufteilt. Die meisten Betroffenen leben in nur zehn Ländern, etwa Afghanistan, dem Sudan und dem Jemen.
Laut dem Bericht hat sich die akute Ernährungsunsicherheit in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. So ist das Ausmaß von Hunger alarmierend hoch. Vergangenes Jahr wurden das erste Mal in der Geschichte des Berichts zwei Hungersnöte ausgerufen - in einem Regierungsbezirk des Gazastreifens sowie in Teilen des Sudans.
Lage verschlimmert sich
Auch das laufende Jahr macht keine Hoffnung auf Besserung. Mit anhaltenden Konflikten, klimatischen Bedingungen sowie globaler wirtschaftlicher Unsicherheit dürfte sich die Lage in den verschiedenen Ländern noch einmal eher verschlimmern als verbessern. Ganz besonders die Eskalation der Konflikte im Nahen Osten könnte die Lage in bestimmten Ländern und Gebieten weiter ins Negative ziehen. Eine genaue Bewertung sei allerdings noch verfrüht, heißt es.
(apa/sp)