Alles neu ab 1.Oktober?

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(01.10.2026) (update 14:00) Mit 1. Oktober 2026 treten in Österreich gleich mehrere neue Regeln in Kraft. Sie betreffen unter anderem Online-Bestellungen, Autofahrer, E-Moped-Fahrer, Familien, Konsumenten und Stromkunden. Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick.

Neue Paketsteuer: Online-Bestellungen können teurer werden

Ab heute gilt die neue Paketsteuer. Große Versandhändler und Online-Marktplätze mit mehr als 100 Millionen Euro Jahresumsatz müssen grundsätzlich 2 Euro pro Paket oder alternativ pro Bestellung bezahlen. Die Steuer trifft rechtlich den Händler und nicht direkt den Kunden. Wird sie weiterverrechnet, können für Konsumenten 2,40 Euro inklusive Umsatzsteuer zusätzlich anfallen. Auch bei einer späteren Retoure bleibt die Paketsteuer grundsätzlich bestehen.

Spritpreisbremse: Benzin und Diesel sollen rund 12 Cent billiger werden

Für Autofahrer kommt gleichzeitig die neue Spritpreisbremse. Im Oktober und November kann die Mineralölsteuer um bis zu 6,7 Cent pro Liter gesenkt werden. Zusätzlich gilt eine Margenbegrenzung von 3,5 Cent. Zusammen mit dem Mehrwertsteuereffekt sollen Benzin und Diesel insgesamt rund 12 Cent je Liter günstiger werden.

E-Mopeds müssen ab heute auf die Straße

Für sogenannte E-Mopeds gelten ab sofort deutlich strengere Regeln. Sie werden nicht mehr wie Fahrräder, sondern als zweirädrige Kleinkrafträder behandelt. Damit dürfen sie nicht mehr auf Radwegen fahren, sondern müssen auf die Fahrbahn.

Vorgeschrieben sind nun Kennzeichen, Zulassung, Haftpflichtversicherung, Helm und zumindest ein Führerschein der Klasse AM. Auch die Alkoholgrenze sinkt für diese Fahrzeuge auf 0,5 Promille.

Neuer Widerrufsbutton beim Online-Shopping

Wer Verträge im Internet abschließt, soll sie künftig einfacher widerrufen können. Online-Anbieter müssen dafür eine gut sichtbare elektronische Widerrufsmöglichkeit bereitstellen. Auch bei online oder telefonisch abgeschlossenen Finanzdienstleistungen wie Krediten oder Versicherungen gelten zusätzliche Informationspflichten.

Neues Recht auf Reparatur

Ab heute werden auch die Rechte bei kaputten Geräten gestärkt. Hersteller bestimmter Produkte wie Smartphones, Waschmaschinen oder elektronischer Geräte müssen Reparaturen anbieten. Wer während der Gewährleistung eine Reparatur statt eines Austauschs wählt, erhält einmalig ein zusätzliches Jahr Gewährleistung.

Eltern-Kind-Pass wird erweitert

Beim Eltern-Kind-Pass kommen zusätzliche Leistungen dazu. Vorgesehen sind unter anderem eine weitere Ultraschalluntersuchung gegen Ende der Schwangerschaft, eine zusätzliche freiwillige Hebammenberatung sowie ein Gesundheitsgespräch zu psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Belastungen. Der vollständige Umstieg auf den elektronischen Eltern-Kind-Pass wurde allerdings auf später verschoben.

Haushalte können Strom leichter gemeinsam nutzen

Neue Regeln im Günstiger-Strom-Gesetz erleichtern es privaten Haushalten und Energiegemeinschaften, selbst erzeugten Strom gemeinsam zu nutzen. Haushalte dürfen eigenen Strom verbrauchen, speichern und verkaufen. Auch die gemeinsame Nutzung und Vermarktung von Überschüssen wird ausgeweitet.

Kassenzettel darf jetzt digital sein

Auch beim Einkaufen gibt es eine Neuerung: Geschäfte können den vorgeschriebenen Kassenbeleg nun einfacher digital bereitstellen, etwa per App, E-Mail oder unmittelbar über eine Bildschirmanzeige. Wer einen klassischen Papierbeleg möchte, hat aber weiterhin Anspruch darauf.

Auch bei Ausbildung und Psychotherapie ändert sich etwas

Mit dem Wintersemester startet außerdem das neue Masterstudium Psychotherapie mit österreichweit rund 500 Studienplätzen pro Jahr. Gleichzeitig wird das Lehramtsstudium für die Sekundarstufe verkürzt: Künftig sind drei Jahre Bachelor und zwei Jahre Master vorgesehen.

Damit bringt der 1. Oktober 2026 in Österreich vor allem Änderungen beim Tanken, Online-Shopping, Verkehr, Konsumentenschutz, Familienleistungen und bei der Energieversorgung.

(fd)

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