Mädchen (9) gerettet!
GP Spielberg: Retter gesucht!
Schirm bohrt sich in Bauch von Neunjähriger
(01.10.2026) Ein außergewöhnlicher Unfall beim MotoGP in Spielberg hätte für ein neunjähriges Mädchen aus Tirol dramatisch enden können. Vanessa aus Wörgl rammte sich beim Zusammenklappen eines Regenschirms versehentlich die Metallstange in den Bauch. Wie steiermark.ORF.at unter Berufung auf das Uniklinikum Graz berichtet, ist das Mädchen inzwischen wieder wohlauf. Nun sucht die Familie nach den beiden Ersthelfern, die unmittelbar nach dem Unfall reagierten.
Regenschirm brach plötzlich auseinander
Die Neunjährige hatte den Schirm auf der Tribüne als Sonnenschutz verwendet. Nach dem Rennen wollte sie ihn zusammenklappen. Weil sich der Schirm nur schwer schließen ließ, drückte Vanessa ihn gegen ihren Körper.
Dabei brach laut Angaben ihrer Mutter plötzlich der Griff ab. Die Metallstange schoss dem Mädchen in den Oberbauch.
Von außen war zunächst nur eine kleine Wunde zu erkennen. Tatsächlich war die Schirmstange jedoch tief in den Körper eingedrungen. Vanessa zog sie selbst wieder heraus – danach kam es zu starken Blutungen.
Ersthelfer gesucht – sie stoppten die starke Blutung
Zwei Menschen aus dem Publikum reagierten sofort. Eine Frau sammelte gemeinsam mit einem weiteren Helfer verfügbare Tücher ein und übte damit Druck auf die stark blutende Wunde aus, bis der Notarzt eintraf. Anschließend wurde Vanessa mit dem Rettungshubschrauber ins Uniklinikum Graz gebracht.
Stange drang rund acht Zentimeter tief ein
Dort zeigte sich das tatsächliche Ausmaß der Verletzung. Laut Klinikvorstand Holger Till dürfte die Metallstange etwa acht Zentimeter tief in den Oberbauch eingedrungen sein.
Dabei wurde zunächst die Leber durchstoßen und anschließend die Gallenblase perforiert. Zusätzlich hatte sich Blut im Bauchraum gesammelt.
Gallenblase musste entfernt werden
Das Mädchen wurde daraufhin operiert. Die Ärzte versorgten die verletzte Leber und mussten die beschädigte Gallenblase entfernen.
Nach Angaben des Uniklinikums bedeutet das für Vanessa im Alltag kaum Einschränkungen. Die Galle gelangt künftig direkt über die Gallenwege in den Darm, anstatt zuvor in der Gallenblase gespeichert zu werden.
Nach der Operation wurde die Neunjährige zunächst intensivmedizinisch betreut. Etwas mehr als eine Woche nach dem Unfall konnte sie wieder nach Hause nach Wörgl fahren. Mittlerweile ist Vanessa laut Spital schmerzfrei und wohlauf.
Familie sucht jetzt die beiden Ersthelfer
Nun hat die Familie noch einen besonderen Wunsch: Sie möchte jene beiden Personen finden, die Vanessa unmittelbar nach dem Unfall geholfen haben.
Gesucht werden laut steiermark.ORF.at eine englischsprachige Krankenschwester, die die Blutung mit Tüchern versorgte, sowie ein Mann, der nach Erinnerung der Familie Sanitäter gewesen sein dürfte.
Die Familie möchte sich bei beiden persönlich bedanken – denn ihr schnelles Eingreifen könnte entscheidend dazu beigetragen haben, dass der ungewöhnliche Unfall für Vanessa glimpflich ausging.
(fd)