Bemühung gegen Lehrermangel
Viele Stunden schon besetzt
(10.08.2026) Entspannung beim Lehrermangel erwartet - Jahre des Lehrkräftemangels scheinen langsam ein Ende zu finden. Obwohl regionale Unterschiede bestehen bleiben, zeigt sich Bildungsminister Christian Wiederkehr (NEOS) mit den aktuellen Zahlen zufrieden.
Mehr Stellen und mehr Bewerber
Zwar ist die Zahl der offenen Stunden ist im Vergleich zur Hauptausschreibung Ende April (96.900) noch einmal deutlich gestiegen. Knapp 136.300 Stellen sind nach zusätzlicher Ausschreibungsrunden wegen Karenzen, Krankenständen oder kurzfristigen Versetzungen zu besetzen. Das entspricht knapp 6.200 Vollzeitposten. Aber auch die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber ist gewachsen - von 12.900 auf 18.400. Insgesamt unterrichten in Österreich über 128.000 Lehrkräfte.
Regionale Unterschiede
Je nach Region, Schultyp und Unterrichtsfach ist der Andrang aber sehr unterschiedlich. Im Verhältnis besonders viele unbesetzte Stunden meldete Vorarlberg, wo man wegen der Nähe zur Schweiz traditionell bei der Lehrersuche zu kämpfen hat und erst 43 Prozent der 12.700 ausgeschriebenen Stunden vergeben sind. Gefüllt werden etwaige Lücken in bestimmten Mangelfächern und Regionen schon seit Jahren durch Mehrdienstleistungen - 2023/24 immerhin im Ausmaß von 7.000 Vollzeitstellen - und den Rückgriff auf Lehramtsstudierende, Personal mit Sondervertrag und seit 2022 auch Quereinsteiger. Zwei Drittel aller offenen Stunden waren laut Daten des Ministeriums sechs Wochen vor Schulbeginn vorläufig oder fix vergeben.
Bei einem Drittel wird noch gesucht bzw. ist das Bewerbungsverfahren noch im Laufen. Im Bildungsressort geht man davon aus, dass sie bis zum Schulstart noch besetzt werden. "Unser Ziel bleibt klar: Jede Klasse soll von qualifizierten Pädagoginnen und Pädagogen unterrichtet werden", betont Wiederkehr in einer Stellungnahme.
(apa/mm)