Totes Baby im Burgenland
Fünf Beschuldigte angeklagt
(10.08.2026) Im Jänner wurde am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) ein neugeborenes Mädchen tot aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft erhebt jetzt Anklage gegen fünf Beschuldigte, die allesamt in Untersuchungshaft sitzen. Der damals erst 17-jährigen Mutter des Säuglings wird die Tötung ihres Kindes bei der Geburt vorgeworfen. Vier weitere Familienangehörige werden der Beteiligung am Mord beschuldigt, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Laut Berichten des Kurier soll es sich dabei um die Mutter, die Schwester, den Bruder und den Schwager der Mutter handeln. Sie haben unter anderem als Aufpasser fungiert und geholfen, Spuren am Tatort zu beseitigen.
Neue Erkenntnisse von Obduktion belastend
Die fünf Verdächtigen wurden im Februar in Deutschland festgenommen, nachdem das getötete Kind Mitte Jänner von Reisenden gefunden wurde. Die verdächtige Familie dürfte zum Tatzeitpunkt auf der Durchreise in einem Kleinbus unterwegs gewesen sein, aus dem die Mutter ausstieg, um das Baby an der Grenze abzulegen. Bei ihren Befragungen sollen die Familienmitglieder angegeben haben, dass sie von der Schwangerschaft und der Geburt des Kindes im Auto nichts mitbekommen haben. Die Kindsmutter sagte aus, sie sei von einer Totgeburt ausgegangen. Eine Obduktion ergab jetzt allerdings, dass das Baby lebend geboren wurde und unter Fremdeinwirkung zu Tode kam. Als Todesursache wurde ein Schädel-Hirn-Trauma festgestellt.
(apa/mm)