Budget in Österreich

Sparen und verteilen

(27.04.2026) In den Budgetverhandlungen der Bundesregierung zeichnet sich ein Durchbruch ab: Laut aktuellen Informationen sollen die Lohnnebenkosten ab 2028 um mehr als zwei Milliarden Euro gesenkt werden. Ziel ist es, die Wirtschaft spürbar zu entlasten.

Durchbruch nach intensiven Verhandlungen

Nach tagelangem Ringen zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS steht eine Einigung offenbar kurz bevor. Wie die „Krone“ berichtet, wurde „nach etlichen Verhandlungen, mit wirklich schlechter Grundstimmung, ein Durchbruch erzielt“.

Die Parteispitzen – Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger – haben sich demnach auf einen Finanzpfad bis 2028 verständigt.

Lohnnebenkosten sollen Unternehmen entlasten

Kernpunkt der Einigung ist die geplante Senkung der Lohnnebenkosten. Laut „Krone“ sollen diese bis 2028 um rund zwei Milliarden Euro reduziert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken.

Finanziert werden soll das unter anderem über den Familienlastenausgleichsfonds, der künftig teilweise aus dem Budget gespeist wird.

Sparmaßnahmen und neue Einnahmen geplant

Gleichzeitig sieht der Plan Einsparungen in der Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro vor. Gespart werden soll vor allem innerhalb der Ministerien.

Zusätzliche Einnahmen erwartet sich die Regierung unter anderem durch:

  • eine Verlängerung der Bankenabgabe
  • mögliche Anpassungen bei der Körperschaftssteuer für große Unternehmen

Pensionen könnten weniger stark steigen

Zur Gegenfinanzierung ist auch vorgesehen, die Inflationsanpassung bei Pensionen in den kommenden zwei Jahren etwas zu dämpfen. Diese Maßnahme gilt als politisch sensibel und war ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen.

Eine finale Einigung soll noch am Montagabend präsentiert werden. Laut „Krone“ ist gegen 21 Uhr ein gemeinsamer Auftritt der Parteispitzen geplant. Bis zur Budgetrede von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) am 10. Juni im Parlament bleiben den Ministerien noch mehrere Wochen, um Details auszuarbeiten.

(fd)

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