Terrorverdächtiger von Villach
„gefährlichster Häftling“
(27.04.2026) Klagenfurt / Villach (Kärnten) – Der mutmaßliche Attentäter von Villach wird in der Justizanstalt Klagenfurt unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen festgehalten. Laut Gefängnisleitung gilt der 23-jährige Syrer als „gefährlichster Häftling“, der dort je einsaß.
Extrem gefährlich
Anstaltsleiter Josef Gramm erklärte, der Mann zeige ein besonders hohes Gewaltpotenzial. Die Beobachtung der Justiz sei eindeutig: Der 23-Jährige sei „jederzeit bereit, Menschen zu töten“. Das Attentat in Villach fand am 15. Februar 2025 statt und hat international für Aufsehen gesorgt.
Um Risiken zu minimieren, gelten außergewöhnliche Maßnahmen im Gefängnisalltag. Der Verdächtige versucht laut Behörden immer wieder, selbst harmlose Gegenstände zu Waffen umzubauen. So habe er etwa:
- Fernbedienungen zerstört und daraus spitze Teile gemacht
- einen Fernseher beschädigt und gewaltsam bearbeitet
Deshalb bekommt er sein Essen ausschließlich auf Papptellern und mit Einwegbesteck. Auch das Bett in seiner videoüberwachten Zelle ist fest verschraubt.
Höchste Sicherheitsstufe: Isolation und permanente Kontrolle
Der Häftling ist vollständig von anderen Insassen getrennt untergebracht. Kontakt hat er nur zu Justizpersonal sowie zu ausgewählten Betreuern.
Jede Bewegung außerhalb der Zelle erfolgt unter strengen Auflagen:
- Vor Verlassen der Zelle wird er gründlich durchsucht
- Er wird permanent von zwei speziell geschulten Justizwachebeamten begleitet
Laut Justiz ist es durch diese Maßnahmen bislang gelungen, weitere Angriffe zu verhindern.
Deradikalisierung bislang ohne Erfolg
Neben der Bewachung wird auch versucht, mit dem Mann zu arbeiten. Er steht in Kontakt mit:
- psychologischem Dienst
- muslimischer Seelsorge
- dem Verein Derad (Deradikalisierung)
Allerdings sind laut Behörden alle bisherigen Deradikalisierungsversuche gescheitert.
Prozess nach Terroranschlag in Villach steht bevor
Der 23-Jährige muss sich ab 27. Mai vor Gericht verantworten. Ihm werden unter anderem Mord, mehrfacher Mordversuch und terroristische Straftaten vorgeworfen.
Hintergrund ist die Messerattacke vom 15. Februar 2025 in Villach, bei der:
- ein 14-jähriger Jugendlicher getötet wurde
- fünf weitere Personen teils schwer verletzt wurden
Auch der Prozess selbst wird unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.
(fd/apa)