Bustragödie in der Schweiz
Mehrere Tote und Verletzte
(11.09.2026) Auch Stunden nach dem tödlichen Busunglück in Graubünden in der Schweiz war die Zahl der Opfer weiterhin unklar. Die Polizei sprach lediglich von mehreren Toten und Verletzten und verwies darauf, dass die genaue Opferzahl erst Freitagvormittag bekanntgegeben wird. Zuvor müssten noch die Angehörigen informiert werden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur in der Nacht. Die Bergung der Leichen dauerte bis in die späten Abendstunden.
An Bord des Busses waren nach Polizeiangaben wohl knapp 50 Personen. Eine Sprecherin des niederländischen Reisebranchen-Verbandes ANVR sprach gegenüber den Schweizer Medienportalen "Blick" und "20Minuten" von einer 48-köpfigen Reisegruppe.
Aufwändige Bergungsaktion
Das Unglück ereignete sich im Kanton Graubünden. Zwischen den Orten Susch und Zernez sei der Bus gegen eine Leitschiene gestoßen, von der Straße abgekommen und auf die Seite gestürzt, sagte ein Polizeisprecher dem Sender SRF. Schließlich blieb er auf einer niedrigen Böschung neben der Fahrbahn liegen. Die Ermittler gehen Medienberichten zufolge davon aus, dass kein weiteres Fahrzeug an dem Unfall beteiligt war. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr rückten mit zahlreichen Fahrzeugen und einigen Helikoptern zu der Unfallstelle aus.
Es handelt sich um einen Bus, der für die bekannte niederländische Reiseorganisation Oad unterwegs war. Oad-Geschäftsführer Arjan Koster sagte der Nachrichtenagentur ANP, dass er keine weiteren Einzelheiten zu dem Unfall nennen könne und die Hilfe für die Opfer derzeit oberste Priorität habe. Er fügte hinzu, dass er zunächst auf offizielle Informationen der Schweizer Behörden warte, bevor er weitere Stellungnahmen abgebe.
Der Schweizer Präsident Guy Parmelin äußerte sich "zutiefst schockiert und bestürzt" über das Unglück. Die Behörden würden den Unfall umfassend und gründlich aufklären, kündigte er auf der Plattform X an.
Bus am Montag Richtung Österreich aufgebrochen
Wie die niederländische Zeitung "Algemeen Dagblad" berichtete, war der Bus mit der Reisegruppe am Montag Richtung Österreich aufgebrochen. Am Unglückstag habe ein Tagesausflug in die Schweiz auf dem Programm gestanden.
Der Bus soll dem Reisebusunternehmen Hartemink aus Eibergen gehören. Eibergen ist eine Ortschaft in der Provinz Gelderland, die nicht weit von der Grenze zu Deutschland entfernt liegt
(mt/apa)