Unfall: Vater und Kind (3) tot
Schwangere Mutter überlebt
(10.09.2026) Ein schwerer Unfall auf der A 3 bei Emmerich in Nordrhein-Westfalen hat ein zweites Todesopfer gefordert. Nachdem der 37-jährige Vater bereits an der Unfallstelle gestorben war, ist nun auch das erst dreijährige Kind seinen schweren Verletzungen erlegen. Die 26-jährige schwangere Mutter überlebte den Crash schwer verletzt. Inzwischen besteht bei ihr nach Polizeiangaben keine Lebensgefahr mehr. Während die Familie damit gleich zwei Angehörige verliert, sucht die Polizei weiterhin nach einem Lkw-Fahrer, dessen Spurwechsel den folgenschweren Unfall ausgelöst haben könnte.
Lkw zieht plötzlich auf die linke Spur
Der Unfall ereignete sich am Montag, 7. September 2026, gegen 18.45 Uhr auf der A3 in Höhe der Anschlussstelle Emmerich. Der Vater war mit einem VW Golf auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Köln unterwegs. Neben ihm saßen seine schwangere Frau und das dreijährige Kind.
Nach den bisherigen Ermittlungen befand sich rechts neben beziehungsweise vor dem Golf ein Sattelzug. Dessen Fahrer wechselte vom rechten auf den linken Fahrstreifen und könnte dabei den nachfolgenden VW übersehen haben. Der 37-Jährige versuchte offenbar, dem Lastwagen auszuweichen. Dabei verlor er die Kontrolle über seinen Golf, der ins Schleudern geriet und sich überschlug.
Kein Zusammenstoß zwischen Lkw und Familienauto
Ein besonders wichtiger Punkt der bisherigen Unfallrekonstruktion: Nach der von der Polizei gesicherten Spurenlage kam es offenbar zu keiner direkten Berührung zwischen dem Sattelzug und dem VW Golf.
Dennoch prüfen die Ermittler, ob das Spurwechselmanöver des Lkw den Vater zu dem folgenschweren Ausweichmanöver zwang. Ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahmeteam dokumentierte die Unfallstelle, sicherte Spuren und Messdaten und soll nun den genauen Ablauf rekonstruieren.
Vater stirbt eingeklemmt im Autowrack
Der Golf wurde beim Überschlag schwer beschädigt. Der Familienvater wurde im Fahrzeug eingeklemmt. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten ihn nur noch tot aus dem Wrack bergen.
Die 26-jährige schwangere Frau erlitt schwere, zunächst sogar lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Für das dreijährige Kind wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Es kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik. Zwei Tage später folgte die traurige Nachricht: Auch das Kind überlebte den Unfall nicht und starb an seinen schweren Verletzungen. Die Mutter befindet sich inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr.
Lkw-Fahrer soll weitergefahren sein
Besonders brisant sind Aussagen von Zeugen zum Verhalten des gesuchten Lkw-Fahrers. Nach Angaben der Polizei sollen Reifenquietschen und lautes Scheppern deutlich zu hören gewesen sein.
Der Fahrer des Sattelzuges soll daraufhin sogar abgebremst haben. Angehalten habe er allerdings nicht. Stattdessen sei der Lkw anschließend weitergefahren. Die Polizei fahndet deshalb intensiv nach Fahrer und Fahrzeug.
Polizei sucht dunklen Lkw mit rotem Container
Inzwischen gibt es eine recht konkrete Beschreibung des gesuchten Sattelzuges. Nach Zeugenaussagen handelt es sich um eine dunkle Zugmaschine mit bulgarischem Kennzeichen.
Der Auflieger soll einen auffälligen roten Überseecontainer transportiert haben und möglicherweise ein niederländisches Kennzeichen getragen haben. Der Sattelzug soll zuvor aus den Niederlanden über den Grenzübergang Elten nach Deutschland gefahren sein.
Für die Ermittler ist nun entscheidend, den Fahrer ausfindig zu machen und zu klären, was er unmittelbar vor dem tödlichen Unfall gesehen und getan hat.
Auch möglicher Alkoholeinfluss des Vaters wird untersucht
Die Polizei prüft allerdings nicht ausschließlich das Verhalten des Lkw-Fahrers. Bei dem getöteten Autofahrer ergaben sich nach der Unfallaufnahme auch Verdachtsmomente auf Alkoholeinfluss. Welche konkreten Hinweise dazu führten und ob beziehungsweise welcher Alkoholwert festgestellt wurde, hat die Polizei bislang nicht bekannt gegeben.
Damit gehört auch die Frage, ob Alkohol beim Unfallgeschehen eine Rolle gespielt haben könnte, zu den laufenden Ermittlungen.
Mutter überlebt – Vater und dreijähriges Kind tot
Was als gemeinsame Autofahrt einer jungen Familie begann, endete innerhalb weniger Sekunden in einer Katastrophe. Der Vater starb noch am Unfallort, sein dreijähriges Kind wenige Tage später im Krankenhaus. Die schwangere Mutter ist die einzige Überlebende des schweren Unfalls und mittlerweile außer Lebensgefahr.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht nun der bislang unbekannte Fahrer des Sattelzuges. Die Polizei möchte insbesondere wissen, wer die dunkle Zugmaschine mit bulgarischem Kennzeichen und rotem Überseecontainer gesehen hat und wo sich der Lkw nach dem Unfall befand.
(fd)