Elon Musk verschenkt Geld?

Der Kronehit Faktencheck

(25.06.2026) Ein angeblicher Beitrag von Elon Musk verbreitet sich derzeit rasant in sozialen Netzwerken. Darin wird behauptet, der Tesla- und SpaceX-Chef habe ein eigenes Krypto-Casino gestartet und verschenke über die Plattform Bavomex.com einen Bonus von 2.500 US-Dollar. Alles, was Nutzer dafür tun müssten, sei eine Registrierung mit dem Promo-Code "GIFT".

Doch genau diese Geschichte ist falsch. Einen belastbaren Nachweis dafür, dass Elon Musk diesen Beitrag jemals veröffentlicht hat, gibt es nicht. Vielmehr handelt es sich um eine bekannte Betrugsmasche, die bereits mit zahlreichen anderen Webseiten und Prominenten aufgetaucht ist.

Kein Beleg für den angeblichen X-Post

Auf den ersten Blick wirkt das Foto glaubwürdig. Zu sehen sind ein Profil mit dem Namen Elon Musk, ein blaues Verifizierungssymbol, Millionen Follower und ein professionell gestalteter Beitrag.

Gerade diese Elemente sollen Vertrauen schaffen. Tatsächlich existiert jedoch kein nachweisbarer Originalbeitrag auf Musks offiziellem X-Account.

Zusätzlich fällt auf, dass im angeblichen Posting behauptet wird, der Beitrag werde nach einer Stunde wieder gelöscht. Genau solche Formulierungen sind typisch für Online-Betrug: Sie setzen Nutzer unter Zeitdruck und liefern gleichzeitig eine Erklärung dafür, warum sich der Beitrag später nicht mehr überprüfen lässt.

Immer dieselbe Masche – nur die Namen ändern sich

Besonders auffällig ist, dass nahezu identische Bilder bereits mehrfach im Internet aufgetaucht sind.

Statt Bavomex wurden dabei unter anderem Domains wie:

  • Loopwex
  • Hiorex
  • Kemowex
  • Kezopex
  • Ponegex

beworben.

Auch die angeblichen Werbeträger wechseln regelmäßig. Neben Elon Musk wurden ähnliche Fake-Beiträge bereits mit Donald Trump oder dem YouTuber MrBeast verbreitet.

Das Grundprinzip bleibt jedoch immer gleich: Ein prominenter Name soll Glaubwürdigkeit vermitteln, während hohe Bonusversprechen möglichst viele Nutzer auf die jeweilige Webseite locken.

Der angebliche Bonus ist nur ein Köder

Wer die Seite Bavomex besucht, sieht den versprochenen Bonus häufig tatsächlich auf seinem Benutzerkonto erscheinen.

Genau das gehört zur Betrugsmasche. Das eingeblendete Guthaben soll den Eindruck vermitteln, dass das Geld tatsächlich existiert.

Versuchen Nutzer jedoch, den Betrag auszahlen zu lassen, folgt die nächste Hürde: Zunächst wird eine Verifizierung verlangt. Anschließend sollen Betroffene zur angeblichen Kontoaktivierung mindestens 60 US-Dollar einzahlen.

Spätestens hier zeigt sich das eigentliche Ziel der Betrüger: Nutzer sollen eigenes Geld überweisen oder sensible persönliche Daten preisgeben.

Auch persönliche Daten sind gefährdet

Neben einem möglichen finanziellen Schaden warnen Experten auch vor dem Missbrauch persönlicher Daten.

Auf unseriösen Plattformen werden häufig Ausweisdokumente, Fotos, Adressdaten oder andere Identitätsnachweise verlangt. Gelangen diese Informationen in falsche Hände, droht im schlimmsten Fall Identitätsdiebstahl.

Zudem fallen bei Bavomex mehrere Warnsignale auf. So werden unterschiedliche Betreiberfirmen genannt, Kontaktinformationen sind teilweise widersprüchlich und auch Lizenzangaben wirken nicht nachvollziehbar.

So erkennst du ähnliche Betrugsversuche

Bei Online-Angeboten solltest du besonders vorsichtig sein, wenn mehrere dieser Merkmale gleichzeitig auftreten:

  • Prominente werben angeblich für ein Investment oder Casino.
  • Hohe Geldgeschenke oder garantierte Gewinne werden versprochen.
  • Nutzer sollen schnell handeln, weil das Angebot angeblich nur kurz verfügbar ist.
  • Für die Auszahlung wird zunächst eine eigene Einzahlung verlangt.
  • Persönliche Daten oder Ausweisdokumente sollen hochgeladen werden.

Treffen mehrere dieser Punkte zu, handelt es sich häufig um einen Betrugsversuch.

Fazit

Der angebliche X-Beitrag von Elon Musk über Bavomex.com ist nach aktuellem Stand frei erfunden. Es gibt keinerlei Belege dafür, dass Musk jemals ein Krypto-Casino beworben oder 2.500 Dollar verschenkt hat.

Wer auf entsprechende Angebote stößt, sollte weder Geld überweisen noch persönliche Daten eingeben. Stattdessen empfiehlt es sich, die Webseite zu verlassen und das Angebot zu melden.

Die Betrugsmasche ist nicht neu – lediglich die Namen der Prominenten und die Internetadressen ändern sich regelmäßig. Wer sich davon nicht unter Druck setzen lässt und vermeintliche Geldgeschenke kritisch hinterfragt, kann sich vor solchen Scams wirksam schützen.

(fd)

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