Enttäuschte Portugiesen
Wie geht es weiter?
(08.07.2026) Die Enttäuschung der Portugiesen ist nach dem 0:1 gegen Spanien im Achtelfinale groß. In scharfer Kritik steht Teamchef Roberto Martínez der gleich nach der Niederlage bekannt gab, dass er zurücktrete. Viele machen Martínez für das Scheitern auf Social Media verantwortlich. Der Spanier wird als „größter Versager unserer Geschichte“ bezeichnet, dafür muss man nur unter die Beiträge der portugiesischen Sportseiten schauen. Fans werfen ihm vor, aus einem der talentiertesten portugiesischen Kader der vergangenen Jahre viel zu wenig herausgeholt zu haben. Defensive Taktik, Personalentscheidungen und die fehlende Fähigkeit, Spiele richtig zu lesen, sind dabei die größten Kritikpunkte. Viele sind überzeugt, dass Portugal mit dieser Mannschaft eine große Chance auf den WM-Titel gehabt hat, und sind deshalb über den Rücktritt des Trainers froh.
Auch Cristiano Ronaldo äußert sich zu seiner Zukunft und dem enttäuschenden Turnier. Die Fußball-Legende bestätigt, dass die WM 2026 seine letzte Weltmeisterschaft gewesen ist. Ob er seine Karriere in der portugiesischen Nationalmannschaft beendet, lässt der 41-Jährige jedoch offen. Er will sich Zeit nehmen und keine Entscheidung überstürzt fällen.
Der 40-Jährige zeigt sich trotz der WM-Enttäuschung stolz auf seine Laufbahn. Er betont, dass er mit der Nationalmannschaft viele wichtige Erfolge gefeiert hat wie den EM-Titel 2016 und zwei Nations-League-Siege. Besonders wichtig ist ihm, dass Portugal ihn zu den ersten großen internationalen Titeln der Geschichte verholfen hat. Nach dem Aus gegen Spanien, bei dem Portugal mit 0:1 verlor, war Ronaldo offensichtlich emotional und verabschiedete sich unter Tränen von der WM-Bühne. Einen WM-Titel konnte er in seiner außergewöhnlichen Karriere nicht gewinnen. Für Ronaldo endet zwar das Kapitel Weltmeisterschaft, aber die endgültige Entscheidung über ein Ende im Nationalteam ist noch nicht sicher.
(ml)