Gefährliche Klebetattoos
Schwermetalle und PFAS gefunden
(22.07.2026) Greenpeace und die Arbeiterkammer Oberösterreich haben Klebetattoos für Kinder auf Chemikalien testen lassen. Die Ergebnisse sind schockierend - 13 der 15 getesteten Produkte seien demnach nicht empfehlenswert. Das Labor weißt 31, teils in der EU verbotene Chemikalien wie Weichmacher, Schwermetalle sowie PFAS nach.
Die Auswertung hat ergeben, dass in einer einzigen Probe bis zu zwölf Schadstoffe stecken. Vier Tattoos haben die "Ewigkeitschemikalien" PFAS nachgewiesen, in sechs Proben hat das Labor Chemikalien gefunden, die in der EU für Kosmetika oder Spielzeug verboten sind. Zudem hat man bei fast allen Proben die giftigen Schwermetalle Blei und Nickel nachgewiesen.
© shutterstock.com | DAN_SHMIDT
Greenpeace fordert strengere Chemikalienregeln
Greenpeace sagt, dass der Test ein "systematisches Versagen bei der Produktsicherheit" aufgedeckt hat. Die Umweltorganisation hat vom zuständigen Minister Norbert Totschnig (ÖVP) ein starkes Verbot aller PFAS sowie strengere Chemikalienregeln, die "Cocktail-Effekte" bei den Grenzwerten berücksichtigen, gefordert.
"Die belasteten Klebetattoos müssen sofort aus allen Regalen und Online-Shops verschwinden", forderte Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich. "Händler und Hersteller müssen jetzt Verantwortung übernehmen und die Gesundheit unserer Kinder zur obersten Priorität machen."
(MG/APA)