Großbrand in Seefelder Hotel
400 Feuerwehrleute im Einsatz
(14.04.2026) Ein Großbrand in einem bekannten Seefelder Hotel hat in der Nacht auf Dienstag einen riesigen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Das Hotel war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs geschlossen, dementsprechend waren keine Gäste vor Ort, lediglich Bauarbeiten wurden durchgeführt. Rund 400 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, während 150 Menschen vorsorglich evakuiert wurden. Erst am Dienstagvormittag konnte „Brand aus“ vermeldet werden. Die Brandursache bleibt unklar.
400 Feuerwehrleute, 67 Fahrzeuge, 30 Feuerwehren
Nach Stunden der Ungewissheit kehrte am Dienstagvormittag gegen 9.00 Uhr Erleichterung im Tiroler Tourismuszentrum Seefeld (Bezirk Innsbruck-Land) ein. Der verheerende Brand, der am Montagabend gegen 19:00 Uhr im bekannten Hotel „Klosterbräu“ ausbrach, konnte nun endgültig gelöscht werden. Zeitweise kämpften rund 250 Feuerwehrkräfte gleichzeitig gegen die Flammen, insgesamt waren im Verlauf des Einsatzes sogar 400 Feuerwehrleute mit 67 Fahrzeugen von 30 Feuerwehren beteiligt. Neben der Feuerwehr waren auch zahlreiche andere Einsatzkräfte beteiligt. Die Rettung war mit zwei Einsatzgruppen und fünf Fahrzeugen vor Ort, zusätzlich waren 15 Polizeistreifen im Einsatz.
Keine schweren Personenschäden
Trotz der dramatischen Bilder kam es nach aktuellem Stand nicht zu schweren Personenschäden. Laut Polizei wurden sieben Personen leicht verletzt, wobei es sich primär um Rauchgasinhalationen handelte, die vor Ort behandelt werden konnten. Ein Krankenhausaufenthalt war für niemanden erforderlich. Die starke Rauchentwicklung hatte zuvor einen AT-Alert für die Region ausgelöst. Laut Behörden besteht inzwischen keine nennenswerte Rauchbelastung mehr und der AT-Alert wurde von der Gemeindeeinsatzleitung in Seefeld mittlerweile wieder aufgehoben.
150 Menschen evakuiert
Rund 150 Menschen aus zwei benachbarten Hotels mussten vorsorglich evakuiert werden. Sie wurden zunächst in der Olympiahalle in Seefeld betreut und anschließend auf andere Unterkünfte verteilt. Ein großes Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude konnte verhindert werden. Zwischenzeitlich bestand jedoch auch Gefahr für eine nahegelegene Kirche, die geräumt wurde. Wertvolle Gegenstände konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, allerdings wurde auch der Dachstuhl des Gotteshauses in Mitleidenschaft gezogen. Das genaue Ausmaß der Schäden ist derzeit noch unklar.
Schwierige Löscharbeiten
Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs gegen 19.00 Uhr war das betroffene Hotel geschlossen, es fanden Bauarbeiten statt. Ob ein Zusammenhang besteht, wird nun ermittelt. Die Löscharbeiten wurden durch die baulichen Gegebenheiten erheblich erschwert, insbesondere das alte Gewölbe und die starke Rauchentwicklung machten ein Vordringen ins Gebäude schwierig. Auch der Innenbereich dürfte erheblich beschädigt worden sein.
Großes Lob von Landeshauptmann und Sicherheitslandesrätin
Tirols Landeshauptmann Anton Mattle und Sicherheitslandesrätin Astrid Mair lobten das koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte. Diese hätten „Hand in Hand“ gearbeitet und dafür gesorgt, dass in der Ausnahmesituation rasch und professionell geholfen werden konnte, so der Landeshauptmann. Besonders hervorgehoben wurde auch die Unterstützung durch deutsche Einsatzkräfte aus Mittenwald, die grenzüberschreitend bei der Brandbekämpfung mithalfen.
(apa/mk)