KI ersetzt Google-Suche

Jugend recherchiert anders

(14.04.2026) Die Art und Weise, wie junge Menschen nach Informationen suchen, verändert sich gerade grundlegend. Junge Menschen erwarten heute fertig formulierte Antworten statt langen Ergebnislisten. Die typische Google-Suche bekommt dabei immer mehr Konkurrenz durch KI-basierte Suchantworten und verliert an Stellenwert. Das zeigt der Jugendinformationsmonitor 2026 der Österreichischen Jungendinfo.

Bei der diesjährigen Befragung unter mehr als 1.000 jungen Menschen bleibt Google zwar die beliebteste Suchmaschine, sie wird aber nach und nach von KI-Suchprogrammen ergänzt und ersetzt. Fast neun von zehn Kindern verwenden KI-basierte Suchanwendungen. Aleksandar Prvulović, Geschäftsführer bei den Österreichischen Jugendinfos, erklärt: „Ein zentraler Grund liegt in der Geschwindigkeit und Effektivität: KI liefert Antworten, die direkt weiterverwendet werden können – ohne lange selbst die wirklich passende Information zusammensuchen zu müssen“.

Besonders auffällig sind die Unterschiede der Suchen nach Alter der Befragten:

  • Jugendliche bis etwa 14 Jahre greifen besonders häufig direkt auf KI zurück. Dabei werden vor allem ChatGBT und die Google KI-Suche genannt.
  • Die 15- bis 19-Jährigen nutzen eine Kombination aus KI und klassischen Suchmaschinen (v.a. Google).
  • Ab ungefähr 20 Jahren werden klassische Suchmaschinen weiterhin vorrangig verwendet.

Was wird gesucht?

Für den Jugendforscher Manfred Zentner von Social Identity Research verändert sich damit nicht nur zunehmend die Art und Weise, wie Informationen beschaffen und verarbeitet werden. Es verändert sich vor allem die Art der Suche: „Während bei Google meist mit Stichwörtern gearbeitet wird, formulieren Jugendliche ihre Fragen an KI-Systeme zunehmend in ganzen Sätzen und Fragen – ähnlich wie in einem Gespräch.“ KI-Tools werden am meisten für praktische Aufgaben eingesetzt. Vor allem für schulische Anwendungen wie Zusammenfassungen, Präsentationen und Hausaufgaben, aber auch für alltägliche Fragen.

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Aleksandar Prvulović macht auf eine wichtige Unterscheidung aufmerksam: „Zwar war es noch nie so einfach, schnell zu Antworten zu kommen – gleichzeitig wird es immer anspruchsvoller, diese richtig einzuordnen.“ Die Ergebnisse zeigen, viele der KI-Nutzerinnen und Nutzer besitzen unterschiedliche Strategien um die Antworten von ChatGBT und Co zu filtern. Dabei geht es zum Beispiel um ergänzende Recherche und um Rückgriffe auf andere Suchmaschinen und Quellen.

(apa/ls)

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