Tirol: Bub von Auto erfasst!
86-Jähriger kann nicht bremsen
(14.04.2026) Ein Verkehrsunfall mit einem Kind sorgt in Innsbruck für Aufsehen: Ein sechsjähriger Bub ist am Dienstagmittag im Stadtteil Pradl von einem Auto erfasst und verletzt worden. Das Kind wollte laut Polizei zu seiner Mutter auf die andere Straßenseite laufen – in diesem Moment kam es zur Kollision mit einem Pkw.
Kind läuft auf Straße
Der Unfall ereignete sich mitten am Tag in einem Wohngebiet. Nach bisherigen Erkenntnissen lief der Sechsjährige plötzlich auf die Fahrbahn, um seine Mutter zu erreichen. Gleichzeitig war ein 86-jähriger Autofahrer mit seinem Fahrzeug unterwegs.
Wichtig dabei: Der Lenker fuhr laut Polizei nur mit Schrittgeschwindigkeit.
Trotzdem konnte er den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.
Bub ins Krankenhaus gebracht
Der Junge wurde bei dem Unfall verletzt und nach der Erstversorgung in die Innsbrucker Klinik gebracht.
- Verletzungen: derzeit nicht näher bekannt
- Weitere Abklärung im Krankenhaus notwendig
Der Autofahrer sowie seine 76-jährige Beifahrerin blieben unverletzt.
Häufung von Unfällen mit Kindern in Innsbruck
Der aktuelle Vorfall reiht sich in mehrere ähnliche Unfälle in Innsbruck ein. Erst Anfang 2026 wurde ein Jugendlicher im selben Stadtteil Pradl auf einem Schutzweg von einem Auto erfasst und verletzt. Auch in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Unfällen mit Kindern im Straßenverkehr – oft beim Überqueren der Straße oder im unmittelbaren Wohnumfeld. Besonders kritisch gelten dabei Situationen, in denen Kinder plötzlich auf die Fahrbahn laufen.
Warum solche Unfälle passieren
Experten sehen mehrere typische Risikofaktoren:
- Kinder reagieren spontan und unterschätzen Gefahren
- Eingeschränktes Sichtfeld und geringes Gefahrenbewusstsein
- Autofahrer rechnen nicht immer mit plötzlich auftauchenden Kindern
Gerade in Wohngebieten wie Pradl ist die Mischung aus Verkehr und Fußgängern besonders sensibel.
Polizei mahnt zu Vorsicht im Straßenverkehr
Auch wenn der Lenker laut ersten Informationen korrekt und langsam unterwegs war, zeigt der Unfall einmal mehr: Schon kleine Unachtsamkeiten können schwere Folgen haben
Die Polizei appelliert daher regelmäßig:
- Tempo reduzieren in Wohngebieten
- erhöhte Aufmerksamkeit bei Kindern
- besondere Vorsicht in der Nähe von Gehsteigen und Querungen
Sekunden entscheiden über schwere Folgen
Der Unfall in Innsbruck-Pradl zeigt, wie schnell es gehen kann: Ein kurzer Moment – ein Schritt auf die Straße – und es kommt zur Kollision. Dass der Autofahrer langsam unterwegs war, könnte Schlimmeres verhindert haben. Trotzdem bleibt ein verletztes Kind – und die Erkenntnis, wie gefährlich alltägliche Situationen im Straßenverkehr sein können.
(fd/apa)