Hai-Attacke vor Galapagos
Linzerin (30) verliert Bein!
(24.06.2026) Die Galapagosinseln gelten als eines der spektakulärsten Naturparadiese der Welt. Doch für eine 30-jährige Österreicherin endet der Schnorchelausflug vor der Küste Ecuadors in einer Katastrophe: Die Frau aus Linz wurde von einem Hai attackiert und verlor infolge der schweren Verletzungen ihren rechten Unterschenkel.
Der Vorfall ereignete sich bei einer geführten Tour von der Insel Santa Cruz zur nahegelegenen Insel Santa Fe. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und weiteren Urlaubern wollte die Oberösterreicherin die einzigartige Unterwasserwelt der Galapagosinseln erkunden, die für Begegnungen mit Seelöwen, Meeresschildkröten und zahlreichen Fischarten bekannt ist.
Hai biss plötzlich zu
Während sich die Urlauberin im flachen Wasser aufhielt und ihre Kamera vorbereitete, kam es völlig unerwartet zum Angriff.
„Der Hai kam aus dem Nichts“, schilderte die 30-Jährige später gegenüber Medien.
Das Tier verbiss sich in ihrem rechten Bein. Trotz der massiven Verletzungen gelang es der Frau, sich aus eigener Kraft zu befreien. Bevor der Hai verschwand, biss er laut ihren Angaben noch mehrfach in ihr linkes Bein.
Ärzte in der Reisegruppe retten ihr vermutlich das Leben
Glück im Unglück: Unter den Teilnehmern der Schnorcheltour befanden sich zwei kanadische Ärzte. Sie versorgten die Schwerverletzte unmittelbar nach dem Angriff und stoppten die lebensbedrohlichen Blutungen.
Anschließend wurde die Frau mit dem Boot zurück nach Santa Cruz gebracht und später in die Hafenstadt Guayaquil auf dem ecuadorianischen Festland ausgeflogen. Dort entschieden die behandelnden Ärzte nach mehreren Untersuchungen, den rechten Unterschenkel zu amputieren.
Die Österreicherin erklärte später, sie habe bereits unmittelbar nach der Attacke gewusst, dass ihr Bein nicht mehr zu retten sei.
Nationalpark untersucht die Hintergründe
Nach dem Angriff reagierten die Behörden des Galapagos-Nationalparks umgehend. Die betroffene Bucht auf Santa Fe wurde vorübergehend für Schnorchler gesperrt. Experten untersuchen derzeit die genauen Umstände des Vorfalls.
Besonders auffällig: In der Nähe wurde Berichten zufolge ein verletzter Seelöwe mit frischen Bissspuren entdeckt. Fachleute prüfen außerdem, ob möglicherweise Fischreste oder illegale Fischverarbeitung in der Region Haie angelockt haben könnten.
Welche Haiart steckt hinter dem Angriff?
Bislang konnte das Tier nicht identifiziert werden. Rund um die Galapagosinseln leben mehr als 30 verschiedene Haiarten, darunter Hammerhaie, Galapagoshaie, Weißspitzen-Riffhaie und Tigerhaie.
Vor allem Tigerhaie gelten weltweit als potenziell gefährlich für Menschen. Sie kommen rund um die Galapagosinseln besonders häufig zwischen Februar und Juni vor, wenn die Wassertemperaturen steigen und das Nahrungsangebot zunimmt.
Ob tatsächlich ein Tigerhai hinter der Attacke steckt, ist derzeit jedoch völlig offen.
Galapagos zählen zu den besten Tauchrevieren der Welt
Trotz des aktuellen Vorfalls gelten die Galapagosinseln weiterhin als eines der sichersten und faszinierendsten Tauch- und Schnorchelgebiete weltweit. Die Begegnung mit Haien gehört dort für viele Besucher sogar zu den Höhepunkten einer Reise.
Schwere Angriffe auf Menschen sind äußerst selten. Experten weisen darauf hin, dass weltweit jährlich nur wenige Dutzend unprovozierte Haiattacken registriert werden. Auf den Galapagosinseln sind dokumentierte schwere Verletzungen durch Haie eine absolute Ausnahme.
Beeindruckender Lebensmut nach der Tragödie
Ihren 30. Geburtstag verbrachte die Oberösterreicherin bereits im Krankenhaus. Dennoch blickt sie nach vorne. Inzwischen trainiert sie mit einer Gehhilfe und bereitet sich auf ein Leben mit einer modernen Prothese vor.
„Ich bin dankbar, dass ich noch am Leben bin“, sagte die junge Frau.
(fd)