Hitze als stiller Killer

Todesfälle in ganz Europa

(24.06.2026) Österreich steht vor einer extremen Hitzewelle. Aktuelle Wettermodelle prognostizieren für die kommenden Tage verbreitet Temperaturen zwischen 34 und 39 Grad, lokal könnten sogar 40 Grad erreicht werden. Besonders betroffen sind Wien, das Burgenland, Niederösterreich und Teile der Steiermark.

Verantwortlich ist eine stabile Hochdrucklage über Mitteleuropa, die heiße Luftmassen aus Nordafrika nach Österreich lenkt. Gleichzeitig sorgen schwache Winde dafür, dass sich die Hitze nahezu ungehindert aufbauen kann. Auch die Nächte bleiben vielerorts tropisch warm und bringen kaum Abkühlung.

Kurze Wetterprognose für Österreich

Donnerstag

Sonnig und sehr heiß. Höchstwerte zwischen 33 und 38 Grad. Im Bergland vereinzelt Wärmegewitter möglich.

Freitag

Noch heißer. Im Osten und Südosten verbreitet 36 bis 39 Grad. Die Belastung durch die Hitze nimmt deutlich zu.

Wochenende

Der Höhepunkt der Hitzewelle wird erwartet. In den Ballungsräumen könnten die Temperaturen an der 40-Grad-Marke kratzen. Gleichzeitig steigt die Gefahr von kräftigen Gewittern und lokalen Unwettern.

Anfang kommender Woche

Meteorologen rechnen derzeit mit einer Wetterumstellung. Von Westen könnten Gewitter und etwas kühlere Luft nach Mitteleuropa gelangen. Die Temperaturen bleiben jedoch sommerlich.

Europa erlebt eine außergewöhnliche Hitzewelle

Nicht nur Österreich leidet unter der Hitze. In Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Deutschland und Großbritannien wurden in den vergangenen Tagen teils historische Temperaturwerte gemessen. In Frankreich wurde sogar ein neuer nationaler Juni-Hitzerekord von 44,3 Grad registriert.

Die Hitzewelle sorgt europaweit für Schulschließungen, Verkehrsprobleme, Stromausfälle und Waldbrandgefahr. Frankreich, Spanien und Italien haben in mehreren Regionen die höchsten Warnstufen ausgerufen.

Hitzetote in Europa: Das ist bisher bekannt

Eine vollständige EU-weite Statistik für die vergangenen sieben Tage liegt derzeit noch nicht vor. Bestätigt wurden jedoch mehrere Todesfälle, die direkt oder indirekt mit der aktuellen Hitzewelle in Zusammenhang stehen.

Frankreich

  • Zwei Kinder wurden tot in einem Auto gefunden, wobei Hitze als Todesursache vermutet wird.
  • Drei ältere Menschen starben laut Behörden an hitzebedingten Komplikationen.
  • Die französische Regierung meldete zuletzt insgesamt sieben Todesfälle, die direkt oder indirekt mit der Hitze in Zusammenhang stehen. Darunter befinden sich mehrere Ertrinkungsunfälle während der Hitzewelle.
  • Zusätzlich wurden seit Beginn der Hitzewelle mindestens 40 Todesfälle durch Ertrinken registriert, nachdem viele Menschen zur Abkühlung unbewachte Gewässer aufsuchten. Die Behörden zählen diese nicht alle als klassische Hitzetote, sehen jedoch einen direkten Zusammenhang mit den extremen Temperaturen.

Spanien

  • Bereits Anfang Juni meldete Spanien 101 hitzebedingte Todesfälle im außergewöhnlich heißen Mai 2026. Für die aktuelle Hitzewelle liegen noch keine offiziellen Gesamtzahlen vor.

Weitere Länder

  • Italien, Deutschland, Belgien und Großbritannien haben bislang vor allem Gesundheitswarnungen ausgegeben. Konkrete bestätigte Todeszahlen für die aktuelle Hitzewelle wurden von den Behörden bisher noch nicht veröffentlicht.

Experten warnen vor weiterer Verschärfung

Meteorologen sprechen von einer der frühesten und intensivsten Hitzewellen der vergangenen Jahre. Die heiße Luftmasse soll sich in den kommenden Tagen weiter nach Mittel- und Osteuropa ausbreiten. Gleichzeitig warnen Gesundheitsexperten vor den Folgen von Tropennächten, in denen die Temperaturen nicht mehr unter 20 Grad fallen und der Körper kaum noch regenerieren kann.

Wie schützt du dich?

Für Österreich bedeutet das: viel trinken, körperliche Anstrengungen vermeiden und besonders auf ältere Menschen, Kinder und Haustiere achten. Die heißesten Tage dieses Sommers könnten unmittelbar bevorstehen.

(fd)

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