Hantavirus: Neuer Verdachtsfall

In Großbritannien

(08.05.2026) Großbritannien hat am Freitag den dritten Hantavirus-Verdachtsfall bei einem Briten bekanntgegeben: Wie die Behörden mitteilten, wurde der Fall auf der Insel Tristan da Cunha im Südatlantik gemeldet. Zur selben Inselgruppe, bei der es sich um britisches Überseegebiet handelt, gehört die Insel St. Helena, auf der Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" von Bord gegangen waren. Eine Flugbegleiterin aus den Niederlanden wurde inzwischen negativ auf das Virus getestet.

Wie eine Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag in Genf sagte, hat sich der Infektionsverdacht bei der Frau, die mit leichten Symptomen in ein Krankenhaus in Amsterdam eingeliefert worden war, nicht bestätigt. Nach Berichten niederländischer Medien war die Flugbegleiterin mit einer Niederländerin in Kontakt gewesen, die am 25. April kurzzeitig an Bord einer KLM-Maschine gewesen und einen Tag später in Südafrika gestorben war.

KLM hatte am Mittwoch mitgeteilt, die Frau sei vor dem Start in Johannesburg "kurzzeitig" an Bord der Maschine gewesen. Wegen ihres "Gesundheitszustands" habe die Besatzung jedoch entschieden, "sie nicht auf diesem Flug mitreisen zu lassen". Die Frau musste also wieder aussteigen, das Flugzeug flog ohne sie nach Amsterdam. Nach Angaben von KLM nehmen die niederländischen Gesundheitsbehörden nun "vorsorglich" Kontakt zu allen Fluggästen auf.

(FJ/APA)

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