Kärnten: Mama will Sohn töten?
Partner rettet Kind!
(07.09.2026) Ein erschütternder Fall beschäftigt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt: Gegen eine 43-jährige Mutter aus Oberkärnten wird wegen versuchten Mordes an ihrem fünfjährigen Sohn ermittelt. Die gebürtige Steirerin soll versucht haben, den Buben im eigenen Zuhause mit einem Polster zu ersticken. Seit Juli befindet sie sich in Untersuchungshaft.
Partner soll rechtzeitig eingeschritten sein
Der Vorfall ereignete sich am 15. Juli 2026 im Bezirk Spittal. Nach Informationen der "Kleinen Zeitung" soll der Partner der Frau den mutmaßlichen Angriff bemerkt und rechtzeitig eingegriffen haben. Er soll den fünfjährigen Buben gerettet und anschließend die Polizei verständigt haben.
Streit um Familienhund soll vorausgegangen sein
Auch zum möglichen Auslöser gibt es weitere Details. Laut "Kleiner Zeitung" soll der Fünfjährige zuvor den Hund der Familie getreten oder verletzt haben. Danach soll es zu dem Angriff gekommen sein. Die Mutter soll dem Kind einen Polster auf das Gesicht gedrückt und versucht haben, es zu ersticken.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, bestätigte der "Kleinen Zeitung" sowohl das Ermittlungsverfahren als auch die Untersuchungshaft.
Mutter: Wollte Kind nur „einschüchtern“
Die 43-Jährige bestreitet laut den Ermittlungen allerdings einen Tötungsvorsatz. Bei ihren Einvernahmen soll sie angegeben haben, ihren Sohn nicht töten, sondern lediglich „einschüchtern“ zu wollen. Auch die „Kronen Zeitung“ berichtet über diese Aussage.
Ob die Ermittler dieser Darstellung folgen, ist eine andere Frage. Für den Vorwurf des versuchten Mordes wird insbesondere entscheidend sein, ob der Frau ein Tötungsvorsatz nachgewiesen werden kann.
Psychiatrisches Gutachten: Frau zurechnungsfähig
Im Zuge der Ermittlungen wurde bereits ein psychiatrisches Gutachten erstellt. Laut Staatsanwalt Markus Kitz kam dieses zum Ergebnis, dass die Beschuldigte zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig gewesen sei. Damit kann sie nach derzeitiger Einschätzung grundsätzlich strafrechtlich für ihr Verhalten verantwortlich gemacht werden.
Fünfjähriger überlebt – Mutter weiter in U-Haft
Der fünfjährige Bub überlebte den mutmaßlichen Angriff. Genauere Angaben zu möglichen Verletzungen oder seinem aktuellen Zustand wurden bislang nicht veröffentlicht.
Die Mutter befindet sich weiterhin in der Justizanstalt Klagenfurt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes an einem Kind laufen. Eine rechtskräftige Entscheidung gibt es noch nicht, für die 43-Jährige gilt die Unschuldsvermutung.
(fd/krone)