Kreta versinkt im Saharastaub
Griechenland: Heftige Unwetter
(02.04.2026) Dichter Saharastaub, heftige Böen und starke Regenfälle setzen Griechenland massiv zu. Besonders auf Kreta sorgt das extreme Wetter für Stillstand. Die Lage bleibt angespannt und fordert sogar ein Todesopfer.
Ein unheimliches orange-braunes Licht legt sich über die Landschaft, die Sicht ist stark eingeschränkt und der Alltag kommt abrupt zum Stillstand. Ein gewaltiger Sandsturm in Kombination mit schweren Unwettern hat auf Kreta für Ausnahmezustände gesorgt. Eindrückliche Aufnahmen zeigen, wie die Naturgewalten die sonst belebte Urlaubsinsel nahezu zum Erliegen bringen.
Nicht nur Kreta kämpft mit den Naturgewalten. Eine breite Unwetterfront zieht derzeit über ganz Griechenland und beeinträchtigt besonders die Ägäis, die Kykladen sowie die Dodekanes-Inseln. Die Auswirkungen sind drastisch: Auf einigen Inseln wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde gemessen. Die Wucht des Wassers hinterließ deutliche Spuren, so wurde auf der Insel Poros eine Brücke durch die Fluten zerstört. Die Auswirkungen sind drastisch: Flüge werden umgeleitet oder fallen aus, der Fährenbetrieb wurde eingestellt, die Schulen bleiben in mehreren Regionen geschlossen, der starke Wind macht das Auto fahren teilweise unmöglich. Die Behörden rufen auf sich in Sicherheit zu bringen und zu Hause zu bleiben.
Besonders schwer traf es den Großraum Athen. Die Feuerwehr verzeichnete seit Beginn der Unwetter vor drei Tagen beinahe 500 Notrufe, zumeist wegen umgestürzter Bäume oder vollgelaufener Keller. In Nea Makri kam es dabei zu einem tragischen Unglück. Ein rund 50-jähriger Mann kam ums Leben, nachdem er unter einem Fahrzeug eingeklemmt worden war.
Eine baldige Beruhigung ist laut dem staatlichen Wetterdienst vorerst nicht zu erwarten. Die Meteorologen warnen weiterhin vor schweren Gewittern, Starkregen und lokalem Hagel. Erst zum Freitag hin wird mit einer Wetterbesserung gerechnet. Bis dahin bleibt die Lage in den Krisengebieten angespannt.
(mk)