Mama und Oma ertrunken!
Sohn (5) überlebt!
(01.06.2026) Ein Familienausflug in Spanien hat am Sonntagabend ein tragisches Ende genommen. Eine Mutter und ihre eigene Mutter kamen in einem Stausee in der Provinz Palencia ums Leben, als sie versuchten, einen fünfjährigen Buben vor dem Ertrinken zu retten. Das Kind überlebte. Der Unfall ereignete sich am Stausee Baños de Cerrato in der Region Kastilien und León rund 200 Kilometer nördlich von Madrid.
Kind geriet beim Spielen im Wasser in Not
Nach Angaben der Rettungskräfte spielte der Fünfjährige mit einem Bodyboard in Ufernähe, als er plötzlich in Schwierigkeiten geriet. Daraufhin sprangen seine 32-jährige Mutter und seine 52-jährige Großmutter ins Wasser, um ihn zu retten. Beide Frauen kehrten jedoch nicht mehr zurück. Einsatzkräfte konnten später nur noch ihre Leichen aus dem Stausee bergen.
Angler retten den Buben
Der Bub wurde schließlich von Anglern gerettet. Nach Angaben der Einsatzkräfte befand sich das Kind in der Nähe eines Baumstamms im Wasser, als die Helfer eingriffen.
Der Fünfjährige wurde bei Bewusstsein aus dem Stausee geborgen und zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus in Palencia gebracht. Sein Zustand wurde zunächst nicht als lebensbedrohlich beschrieben.
Weiteres Familienmitglied erlitt schweren Schock
Neben den beiden Todesopfern musste auch ein weiteres Familienmitglied medizinisch versorgt werden. Die Person erlitt laut spanischen Medien einen schweren Schockzustand und wurde ebenfalls in eine Klinik eingeliefert.
Die Tragödie erschütterte die gesamte Region. Zahlreiche Rettungskräfte, darunter Feuerwehr, Polizei und medizinische Einsatzteams, waren vor Ort im Einsatz.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Die spanische Polizeieinheit Guardia Civil hat Ermittlungen aufgenommen. Die genaue Ursache des Unglücks ist derzeit noch unklar.
Nach ersten Einschätzungen könnte eine Strömung im Stausee eine Rolle gespielt haben. Das erklärte Eduardo Santiago, Vertreter des spanischen Innenministeriums in der Region.
Beliebter Badeplatz ohne offizielle Freigabe
Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei dem Bereich um einen Ort, der häufig von Badegästen besucht wird. Offiziell als Badezone ausgewiesen ist das Gewässer allerdings nicht.
Gerade an warmen Tagen zieht der Stausee zahlreiche Besucher an. Die Ermittler prüfen nun, welche Umstände letztlich zu dem tödlichen Unglück geführt haben.
(fd/apa)