Mann tötet Schülerin (18)
Vorzeitig aus Haft entlassen
(13.05.2026) Der brutale Mord an der 18-jährigen Schülerin Alisia I. erschüttert derzeit ganz Rumänien. Besonders brisant: Der mutmaßliche Täter Bóné J. (39) war bereits wegen eines Tötungsdelikts verurteilt worden und hätte eigentlich noch bis April 2027 im Gefängnis sitzen sollen. Trotzdem wurde er im Frühjahr 2025 vorzeitig auf Bewährung entlassen – eine Entscheidung, die nun massive Kritik an der rumänischen Justiz auslöst. Die junge Frau wurde tot in einem blühenden Rapsfeld nahe der Ortschaft Parhida im Nordwesten Rumäniens gefunden. Dort absolvierte die Zwölftklässlerin einer Agrarschule gerade ein Praktikum auf einem Bauernhof.
Vater der 18-Jährigen: „Er schnitt ihr die Kehle durch“
Die Familie der getöteten Schülerin spricht öffentlich über den Fall, weil sie nicht möchte, dass ihre Tochter vergessen wird. Besonders die Worte ihres Vaters gehen unter die Haut.
„Er schnitt ihr die Kehle durch. Sie konnten meine Tochter nicht retten“, sagte der Vater unter Tränen im rumänischen Fernsehen.
Laut Ermittlern soll Bóné J. die junge Frau auf einem Feldrand abgefangen und anschließend in das Rapsfeld gezerrt haben. Dort fügte er ihr mit einem Taschenmesser tödliche Verletzungen im Halsbereich zu.
Täter war bereits wegen Mordes verurteilt
Besonders schockierend: Der Verdächtige war bereits 2008 wegen eines brutalen Tötungsdelikts verurteilt worden. Damals hatte er laut rumänischen Medien einem Mann mit einer Axt den Schädel eingeschlagen. Dafür erhielt er eine 20-jährige Haftstrafe.
Nach rund 17 Jahren Haft entschied ein Gericht jedoch, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgehe. Die Bewährungsentlassung erfolgte im vergangenen Jahr. Nur wenige Monate später steht er erneut im Zentrum eines Mordfalls.
Der Fall sorgt inzwischen landesweit für Diskussionen über mögliche Fehler im Justizsystem und den Umgang mit Gewaltverbrechern.
Polizei jagte den Verdächtigen mit Drohnen und Wärmebildkamera
Nach dem Mord lief eine großangelegte Fahndung an. Hunderte Einsatzkräfte suchten nach dem Verdächtigen. Zum Einsatz kamen:
- Drohnen
- Spürhunde
- Wärmebildkameras
- ein Polizeihubschrauber
- Straßensperren und Grenzkontrollen
Stunden später entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers den Mann versteckt in einem Rapsfeld – rund einen Kilometer vom Tatort entfernt. Bei seiner Festnahme soll Blut an seinem T-Shirt geklebt haben.
Inzwischen sitzt der 39-Jährige erneut in Untersuchungshaft. Ein Gericht ordnete zunächst 30 Tage U-Haft wegen schweren Mordes an.
Ermittler vermuten Eifersucht als Motiv
Nach ersten Erkenntnissen soll der Täter der jungen Frau immer wieder Avancen gemacht haben. Die 18-Jährige habe diese jedoch zurückgewiesen. Laut rumänischen Medien sprach der Verdächtige selbst von „Eifersucht“ als Motiv. Der Obduktionsbericht zeigt außerdem, dass sich die Schülerin massiv gegen ihren Angreifer gewehrt haben soll. Ermittler fanden Kratz- und Bissspuren am mutmaßlichen Täter.
Der Fall erschüttert ganz Rumänien
Fotos der jungen Frau, aufgenommen in denselben gelb blühenden Rapsfeldern, in denen später ihre Leiche entdeckt wurde, verbreiten sich inzwischen im ganzen Land. Viele Menschen fragen sich: Hätte dieser Mord verhindert werden können?
Vor allem die vorzeitige Freilassung des mehrfachen Gewalttäters sorgt für Entsetzen. Politiker und Bürgerrechtler fordern inzwischen strengere Regeln für Bewährungsentscheidungen bei schweren Gewaltverbrechen.
(fd)