Messerangriffe in Schulen!

Tote und Verletzte!

(08.10.2026) Eine Serie brutaler Messerangriffe an Schulen erschüttert Polen. Nur einen Tag nach einer Attacke mit neun Verletzten hat ein 15-Jähriger am Donnerstag eine 37-jährige Schulmitarbeiterin erstochen und zwei weitere Menschen verletzt. In einer anderen Stadt wurde zudem ein 17-Jähriger mit zwei Messern festgenommen. Die dramatischen Vorfälle haben inzwischen auch die polnische Regierung alarmiert. Ministerpräsident Donald Tusk berief eine Krisensitzung ein.

15-Jähriger ersticht Hausmeisterin an ehemaliger Schule

Die tödliche Messerattacke in Polen ereignete sich am Donnerstag (8. Oktober) in Leszczydół-Nowiny, rund 70 Kilometer von Warschau entfernt. Ein 15-jähriger Jugendlicher betrat seine ehemalige Schule und griff mehrere Mitarbeiter mit einem Messer an. Eine 37-jährige Hausmeisterin wurde dabei so schwer verletzt, dass sie noch am Tatort starb.

Auch ein Lehrer und der Schuldirektor wurden bei dem Angriff verletzt. Trotz der Attacke gelang es ihnen, den Jugendlichen zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Der 15-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen. Warum er seine frühere Schule aufsuchte und die Mitarbeiter attackierte, ist noch unklar.

Neun Verletzte bei Messerangriff am Vortag

Bereits am Mittwoch war es an einer Berufsschule in Ostrołęka, rund 120 Kilometer nördlich von Warschau, zu einer weiteren schweren Gewalttat gekommen. Ein 19-Jähriger attackierte dort mehrere Menschen mit einem Messer. Insgesamt wurden neun Personen verletzt, darunter fünf Schüler, zwei Lehrer und zwei Passanten.

Der mutmaßliche Täter wurde nach dem Angriff festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft musste der 19-Jährige zwischenzeitlich selbst im Krankenhaus behandelt werden, weil er sich Verletzungen zugefügt hatte. Bei keinem der neun Opfer bestand nach bisherigen Erkenntnissen Lebensgefahr.

Sprengstoff in Tasche des Angreifers entdeckt

Besonders erschreckend: Nach dem Messerangriff in Ostrołęka machten Ermittler eine weitere gefährliche Entdeckung. In einer Tasche, die der 19-jährige Angreifer in der Schule zurückgelassen hatte, befand sich ein selbstgebauter Sprengsatz.

Der Rucksack begann Berichten zufolge in einem Computerraum zu rauchen. Eine Lehrerin und Schüler reagierten und warfen die Tasche aus dem Fenster. Dadurch konnte möglicherweise eine Explosion verhindert werden. Die Polizei untersucht, ob der Jugendliche neben der Messerattacke auch einen Sprengstoffanschlag geplant hatte.

17-Jähriger kündigt weitere Gewalttat an

Fast zeitgleich wurde in Sierpc, rund 125 Kilometer nordwestlich von Warschau, ein weiterer Jugendlicher festgenommen. Der 17-Jährige hatte angekündigt, an seiner Schule etwas „Grandioses“ tun zu wollen. Mitschüler wurden aufmerksam und informierten einen Lehrer, der daraufhin die Polizei einschaltete.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung entdeckten die Beamten eine Tasche mit zwei Messern. Der Jugendliche wurde festgenommen. Ob er tatsächlich einen Angriff geplant hatte, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Polens Regierungschef Donald Tusk beruft Krisensitzung ein

Die Gewaltserie an Schulen in Polen sorgt landesweit für Bestürzung. Ministerpräsident Donald Tusk reagierte auf die Vorfälle mit der Einberufung einer Krisensitzung. Daran sollen unter anderem die Minister für Inneres, Bildung, Gesundheit und Digitales sowie hochrangige Vertreter der Polizei und Sicherheitsbehörden teilnehmen.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der einzelnen Attacken laufen auf Hochtouren. Ob zwischen den Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist bislang nicht bekannt. Innerhalb von nur zwei Tagen wurde eine Schulmitarbeiterin getötet, neun weitere Menschen wurden bei einer anderen Attacke verletzt und ein möglicherweise geplanter weiterer Angriff aufgedeckt.

(fd/apa)

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