Neues Madonna Album!
Comeback nach 7 Jahren
(30.06.2026) Die Pop-Ikone Madonna kündigt ein neues Album an, namens "Confessions On a Dancefloor II". Veröffentlicht wird es schon am 3. Juli. Das ist das erste Album der 67-Jährigen seit 2019. Der Titel knüpft an ihr 2005 erschienenes Erfolgsalbum "Confessions on a Dance Floor" mit Hits wie "Hung Up" an.
Ganz im Stil von Madonna sorgt bereits die Werbekampagne für ihr neues Album für Aufmerksamkeit. In einem vorab veröffentlichten Video zum Albumstart treten neben der Sängerin und ihren Tänzern auffällige Lasereffekte in Szene. Zudem ist sie bei einer Party mit Supermodel Kate Moss und Schauspieler Benedict Cumberbatch zu sehen. Das Albumcover zeigt Madonna unter einem transparenten lilafarbenen Schleier, kombiniert mit oberschenkelhohen Strümpfen und Pumps. Passend zum Albumtitel, der sich auch mit „Beichten“ übersetzen lässt, greift die Inszenierung religiöse Symbolik und Ikonografie auf.
Streng katholisch aufgewachsen
Religion und Glaube ziehen sich wie ein roter Faden durch Madonnas Leben und Karriere. Die Sängerin, die 1958 als Tochter einer streng katholischen Familie mit italienischen Wurzeln geboren wurde, beschreibt ihre schwierige Kindheit bis heute als entscheidenden Antrieb für ihren Erfolg. Ihren Vater bezeichnete sie einmal als „religiösen Roboter“ – ein Lebensmodell, von dem sie sich bewusst abgrenzen wollte.
Heute versteht Madonna Spiritualität auf ihre eigene Weise. In einem kürzlich veröffentlichten Podcast erklärte sie, an das Universum zu glauben und davon überzeugt zu sein, dass Schutzengel sie in besonders schwierigen Lebensphasen begleitet hätten. Dazu zählt auch ihre Ankunft in New York City im Alter von 17 Jahren, als sie ohne Geld und ohne soziales Netzwerk in die Metropole zog.
Über diese Zeit sprach Madonna bereits in einem früheren Interview mit dem Magazin Harper's Bazaar. Darin schilderte sie mehrere traumatische Erlebnisse, darunter einen bewaffneten Überfall, bei dem sie auf das Dach eines Gebäudes gebracht und vergewaltigt wurde. Zudem berichtete sie, dass in ihre Wohnung innerhalb eines Jahres dreimal eingebrochen worden sei.
Gegenentwurf zur Konservative
In den 1980er-Jahren wurde Madonna zum Symbol des Gegenentwurfs zur konservativen Politik der Reagan-Ära in den USA. Während eine einflussreiche evangelikal-konservative Bewegung traditionelle Familienbilder propagierte, sich gegen Schwangerschaftsabbrüche und die Gleichstellung homosexueller Menschen aussprach, setzte sich die Sängerin bewusst für Offenheit, Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Wandel ein. Besonders während der Aids-Krise engagierte sie sich öffentlich für Aufklärung und Solidarität mit Betroffenen. Gleichzeitig kritisierte sie die Stigmatisierung und Ausgrenzung von Menschen mit AIDS scharf.
Provokation
Provokation war für Madonna nie bloß ein Stilmittel, sondern stets auch Ausdruck ihres Selbstbestimmungsanspruchs. Die Sängerin betonte wiederholt, dass sie nicht auf die Zustimmung anderer angewiesen sei: „Ich suche verzweifelt nach niemandes Zustimmung … und habe das Recht, wie jeder andere auch, frei über meinen Körper zu bestimmen.“
(APA/SR)