Polen befestigt Ostgrenze

Gegen Belarus und Russland

(22.07.2026) Deutschland beteiligt sich erstmals aktiv am Ausbau der polnischen Grenzbefestigungen im Osten. Mehrere Dutzend Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unterstützen seit Anfang Juli die polnischen Streitkräfte beim Bau von Verteidigungsanlagen an der Grenze zu Belarus und zur russischen Exklave Kaliningrad. Der Einsatz ist zunächst bis Ende Oktober geplant.

Bundeswehr errichtet Panzergräben und Sperranlagen

Wie die Bundeswehr mitteilte, sind Pioniere eines verstärkten Maschinenpionierzuges in Polen im Einsatz. Gemeinsam mit der polnischen Armee legen sie Panzerabwehrgräben an, errichten Panzersperren und bauen Feldbefestigungen sowie Kampfstände.

Nach Angaben der Bundeswehr soll das Projekt die Verteidigungsfähigkeit der NATO-Ostflanke stärken. Ziel sei es, im Falle eines militärischen Konflikts einen möglichen Vormarsch gegnerischer Streitkräfte zu verzögern und den verbündeten Truppen mehr Zeit für eine Reaktion zu verschaffen.

Polen investiert Milliarden in den "Schutzschild Ost"

Die Arbeiten sind Teil des milliardenschweren Programms "Schutzschild Ost" ("Tarcza Wschód"), mit dem Polen seine Grenze zu Belarus und Russland umfassend absichern will.

Bis Ende des Jahres sollen rund 250 Kilometer der östlichen und nördlichen Landesgrenze mit modernen Verteidigungsanlagen ausgestattet werden. Geplant sind unter anderem:

  • Panzerabwehrgräben und Betonhindernisse
  • Panzersperren und Feldbefestigungen
  • Elektronische Überwachungssysteme
  • Lager für Pionier- und Verteidigungsmaterial

Das Projekt gilt als eine der größten Investitionen in die militärische Infrastruktur Polens seit dem Ende des Kalten Krieges.

Erste internationale Unterstützung für das Projekt

Nach Angaben der polnischen Streitkräfte ist der Einsatz der Bundeswehr die erste konkrete internationale Unterstützung für den Ausbau des "Schutzschild Ost".

Oberst Marek Pietrzak, Sprecher der polnischen Streitkräfte, bezeichnete den deutschen Beitrag als wichtigen Schritt der militärischen Zusammenarbeit innerhalb der NATO. Die Bundeswehr-Pioniere sind im Ausbildungszentrum der polnischen Landstreitkräfte in Bemowo Piskie in der Region Masuren stationiert.

Polen sieht wachsende Bedrohung durch Russland

Polen zählt zu den wichtigsten militärischen und politischen Unterstützern der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Gleichzeitig betrachtet die Regierung in Warschau die militärische Präsenz Russlands in Belarus und der Exklave Kaliningrad als zunehmendes Sicherheitsrisiko.

Mit dem Ausbau der Grenzbefestigungen will das EU- und NATO-Mitglied seine Verteidigungsfähigkeit stärken und zugleich einen Beitrag zur Sicherheit der gesamten NATO-Ostflanke leisten.

NATO verstärkt Abschreckung an der Ostflanke

Der Einsatz der Bundeswehr fügt sich in die umfassenden Maßnahmen der NATO zur Stärkung ihrer östlichen Mitgliedstaaten ein. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben zahlreiche Bündnisstaaten ihre militärische Präsenz in Osteuropa ausgebaut.

Die Arbeiten an den Verteidigungsanlagen sollen nach aktuellem Stand bis Ende Oktober fortgesetzt werden. Ob der Einsatz der Bundeswehr anschließend verlängert wird, ist derzeit noch offen.

(fd/apa)

Sommerpause im EU-Parlament

Wer was verdient und wer oft fehlt

Ebola-Ausbruch im Kongo

WHO warnt vor Ausbreitung

Mädchen (11) ertränkt!

Vergewaltigt und getötet!

KI bricht unerwartet aus!

OpenAI hackt Startup

Mangelhaftes Deutsch an Schulen

Neue Regeln ab Herbst

Gefährliche Klebetattoos

Schwermetalle und PFAS gefunden

Bester Sex mit Heidi Klum

Tom Kaulitz im Podcast

Tom Holland: Alkprobleme?

Er hat sie überwunden!