Samstag: Sperre der A13
Achtung zwischen 11 und 19 Uhr
(29.05.2026) Wer am Samstag über den Brenner Richtung Italien oder Deutschland fahren möchte, sollte seine Reisepläne möglichst ändern. Wegen einer Protestaktion gegen den Transitverkehr wird die Brennerautobahn stundenlang gesperrt. Experten rechnen mit massiven Staus in Tirol und auf zahlreichen Ausweichrouten.
Wann die Sperre gilt
Die Brennerautobahn wird am Samstag zwischen 11 und 19 Uhr gesperrt. Betroffen ist damit eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas.
Zusätzlich werden zahlreiche Bundesstraßen und Nebenstrecken für den Transitverkehr gesperrt. Lediglich Anrainer, Lieferverkehr und Personen mit entsprechendem Nachweis dürfen bestimmte Strecken nutzen.
So können Autofahrer ausweichen
Verkehrsexperten empfehlen, die Region Tirol am Samstag möglichst großräumig zu umfahren.
Wer von Deutschland nach Italien unterwegs ist, sollte bereits vor Tirol alternative Routen wählen:
- Über das Inntaldreieck bei Rosenheim Richtung Salzburg und weiter über andere Alpenübergänge
- Über die Schweiz und den Gotthard-Tunnel
- Reisende aus Süddeutschland sollten ihre Fahrt nach Möglichkeit auf Freitag oder Sonntag verschieben
Von Fahrten bis an die Tiroler Landesgrenze wird ausdrücklich abgeraten. Dort drohen lange Wartezeiten und Rückstaus.
Auch Alternativrouten könnten überlastet sein
Einfach auf andere Alpenstraßen auszuweichen, dürfte ebenfalls schwierig werden.
Die Tauernautobahn gilt als wahrscheinlichste Ausweichroute und könnte daher stark überlastet sein. Auch der Reschenpass und die Felbertauernstraße werden deutlich mehr Verkehr als üblich erwarten.
Verkehrsclubs rechnen deshalb nicht nur rund um den Brenner, sondern in weiten Teilen Westösterreichs mit Verzögerungen.
Urlauber treffen auf Demonstration
Die Sperre fällt ausgerechnet auf ein reisestarkes Wochenende. In mehreren deutschen Bundesländern laufen noch Ferien, gleichzeitig endet für andere Urlauber die Ferienzeit. In Italien sorgt ein verlängertes Wochenende zusätzlich für mehr Verkehr.
Schon am Freitag bildeten sich auf der Brennerroute kilometerlange Staus.
Warum demonstriert wird?
Die Organisatoren wollen auf die Belastung durch den Transitverkehr aufmerksam machen. Allein im vergangenen Jahr nutzten rund 2,5 Millionen Lastwagen die Brennerroute.
Seit 2010 ist der Lkw-Verkehr dort um rund 40 Prozent gestiegen. Viele Anrainer klagen über Dauerlärm, Feinstaub und Verkehrsprobleme.
Mit der Demonstration soll ein deutliches Signal an Politik und EU gesendet werden, um strengere Maßnahmen gegen den zunehmenden Transitverkehr zu erreichen.
Empfehlung für Reisende
Die klare Empfehlung der Verkehrsclubs lautet: Wer am Samstag nicht zwingend über den Brenner fahren muss, sollte seine Reise verschieben. Wer dennoch unterwegs ist, sollte deutlich mehr Zeit einplanen und sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage informieren.
(fd/verkehrsredaktion)