Sommertourismus durchwachsen

Buchungslage in Österreich

(27.07.2026) Die aktuelle Buchungslage in den heimischen Hotels ist laut Österreichischer Hotelvereinigung durchwachsen. "Es ist nicht so, dass alle jammern", sagte deren Sprecher Martin Stanits zur APA. Der Start in den Sommer sei nicht überall zufriedenstellend gelaufen, die Nachfrage im Juli und August sei gut. Gebucht wird auch recht kurzfristig: "Ist man etwa auf 85 Prozent des Vorjahresniveaus, kann es schon sein, dass es noch voll wird - das war vor ein paar Jahren noch nicht so."

Wirtschaftlich sei die Sommersaison "noch keine gemähte Wiese". Nach dem leichten Nächtigungsplus gegenüber dem Vorjahr von 1,5 Prozent in den Monaten Mai und Juni, das die Statistik Austria kürzlich bekanntgab, und mit Blick auf die bisher vorliegenden, weiteren Buchungen sei die heimische Hotellerie "vorsichtig optimistisch".

Gäste geben weniger aus

Auch ein Problem: Gestiegene Kosten und teilweise weniger Einnahmen. Die Kosten der Beherbergungsbetriebe seien jedenfalls stark gestiegen. Gleichzeitig bemerke man bei den Gästen eine steigende Zurückhaltung bei den Ausgaben. Die Urlauberinnen und Urlauber weichen auch teilweise auf Ein- und Zwei-Stern-Hotels aus. Kurz und knapp: Es wird mehr aufs Geld geschaut. Insgesamt seien die Hotels "gut gebucht, das heißt nicht ausgebucht, aber man ist auf einem guten Stand", umriss Stanits die aktuelle Entwicklung. "Wenn nicht viel dazu passiert, wird das ein guter Sommer".

Auch die internationale Lage belastet die Märkte noch immer: Gäste aus Russland und der Ukraine fehlen oft komplett, auch aus dem arabischen Raum gibt es, auch wegen des Iran Kriegs, weniger Buchungen.

(FJ/APA)

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