Rote Liste: Wien gestrichen
UNESCO-Welterbestätten
(27.07.2026) Die UNESCO hat Wien nach der 48. Tagung in Busan, Südkorea von der roten Liste der Welterbestätten gestrichen. Seit 2017 war das historische Zentrum Wiens laut der UNESCO aufgrund eines Bauprojekts am Heumarkt gefährdet.
Verkleinerung des Projekts
Grund für die Streichung sind laut Sabine Haag, Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission die Bemühungen der vergangenen Zeit. Für die Erhaltung des kulturellen Erbes sei demnach besonders Kommunikation und Kompromissbereitschaft notwendig. Die stärkere Verankerung des Welterbes in den Verwaltungsprozessen der Stadt und die Einschränkung des Heumarkt-Projekts sind Ergebnisse der letzten Jahre. Der Investor des Projekts Michael Tojner hätte das Projekt mit 73 Metern vorgesehen. Nun sind nur mehr 49,95 Meter geplant.
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Verbleib auf der roten Liste
Während die Entscheidung nun für die Streichung von der Liste des gefährdeten Erbes der Welt gefallen ist, haben Experten eine gegensätzliche Meinung vertreten. Der Internationale Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) hat der UNESCO im Vorfeld geraten, Wien auf der roten Liste zu belassen. Die Stadt Wien und der Bund konnten offenbar mit Erfolg einige Komiteemitglieder vom Gegenteil überzeugen.
Neben Wien bleiben weiters 58 Orte als "gefährdet" eingestuft. Darunter der Everglades National Park in den USA, die Sophienkathedrale in der Ukraine und die Roșia Montană Mining Landscape in Rumänien.
(apa/cm)