„Spider-Noir“
Jetzt wird's Retro
(27.05.2026) Mit „Spider-Noir“ startet bei Amazon Prime Video eine der ungewöhnlichsten Superhelden-Serien des Jahres. Hollywood-Star Nicolas Cage übernimmt dabei die Rolle eines gealterten und desillusionierten Spider-Man. Die Serie verbindet die düstere Atmosphäre klassischer Detektivfilme mit der Welt von Marvel. Im Mittelpunkt steht Ben Reilly, ein abgehalfterter Privatdetektiv mit besonderen Kräften. Anders als der bekannte Peter Parker wirkt diese Spider-Man-Version deutlich härter, zynischer und melancholischer. Die Figur erinnert stark an legendäre Film-Noir-Charaktere aus alten Hollywood-Klassikern.
Darum geht es in „Spider-Noir“
Die Handlung spielt im New York der 1930er-Jahre während der Großen Depression. Früher kämpfte Reilly nachts als „The Spider“ gegen Verbrecher in den Straßen der Stadt. Nach dem Tod seiner großen Liebe Ruby verschwand der Superheld jedoch plötzlich von der Bildfläche.
Erst ein neuer mysteriöser Auftrag zwingt ihn dazu, wieder aktiv zu werden. Reilly soll einen Mann finden, der angeblich Superkräfte besitzt und sich in Feuer verwandeln kann. Dabei gerät er erneut tief in die gefährliche Unterwelt New Yorks hinein.
Nicolas Cage wollte „zwei Welten kollidieren lassen“
Für Nicolas Cage ist „Spider-Noir“ die erste große Serienhauptrolle seiner Karriere. Der 62-Jährige erklärte zum Start, dass er bewusst zwei völlig unterschiedliche Welten miteinander verbinden wollte: klassische Film-Noir-Ästhetik und modernes Marvel-Universum.
Der Schauspieler sprach davon, ein „Pop-Art-Werk“ erschaffen zu wollen, bei dem düstere Krimis und Comicwelten aufeinanderprallen.
Serie erscheint sogar in Schwarz-Weiß
Besonders auffällig ist der Stil der Serie. „Spider-Noir“ erscheint nämlich sowohl in Farbe als auch in einer Schwarz-Weiß-Version. Gerade die Schwarz-Weiß-Fassung soll das Gefühl alter Detektivfilme perfekt transportieren und den Retro-Look noch stärker hervorheben.
Kultstar Cage passt perfekt zur Rolle
Nicolas Cage passt erstaunlich gut in die Rolle des grimmigen Ermittlers. Seine markante Mimik, seine exzentrische Art und seine fast schon überzeichnete Coolness erinnern viele Fans an seine Kultrollen aus den 90ern wie „Con Air“, „Face/Off“ oder „The Rock“.
Ganz neu ist die Figur für Cage übrigens nicht. Bereits im erfolgreichen Animationsfilm „Spider-Man: Into the Spider-Verse“ sprach er den Charakter Spider-Noir.
Marvel geht diesmal einen ganz anderen Weg
Während viele aktuelle Superhelden-Produktionen auf schnelle Action und Hochglanz setzen, geht „Spider-Noir“ bewusst einen anderen Weg. Die Serie wirkt langsamer, düsterer und stilistisch deutlich ungewöhnlicher als klassische Marvel-Abenteuer.
Gerade diese Mischung aus Retro-Krimi, düsterer Detektivgeschichte und Superhelden-Universum könnte „Spider-Noir“ jetzt zu einem der spannendsten Streaming-Starts des Jahres machen.
(fd/apa)