Wenige Superreiche besitzen 40%

Schere zwischen Arm und Reich

(27.05.2026) Gerade einmal 500 Menschen in Österreich besitzen fast 40% des gesamten Vermögens. Die Schere zwischen Superreich und arm bleibt damit weit geöffnet. Die Tendenz ist steigend, zeigt der heutige Global Wealth Report. Zum Vergleich: Während 500 Menschen 40% des Vermögens besitzen, teilen sich 7 Millionen Menschen 9% des Vermögens.

Das Vermögen der Österreicherinnen und Österreicher ist 2025 deutlich gewachsen. Angetrieben von starken Börsen stieg das Gesamtnettovermögen laut "Global Wealth Report" der Boston Consulting Group (BCG) um 15,8 Prozent auf 2,9 Billionen US-Dollar (2,5 Billionen Euro). Die Ungleichverteilung bleibt stark ausgeprägt: Nur rund 500 Superreiche vereinen 39 Prozent des österreichischen Finanzvermögens auf sich.

Vermögenskonzentration an der Spitze

Die Schere zwischen Arm und Reich bleibt weit geöffnet. Demnach besitzen in Österreich rund 500 "Ultra High Net Worth Individuals" (UHNWI) mehr als 100 Mio. Dollar an Finanzvermögen. Zusammen mit den rund 60.000 Hochvermögenden (1 bis 100 Mio. Dollar) hält diese Gruppe 61 Prozent der finanziellen Mittel. Am unteren Ende der Pyramide teilen sich rund 7,3 Millionen Menschen mit jeweils weniger als 250.000 Dollar Finanzvermögen die verbleibenden 30 Prozent. Neun Prozent entfallen auf rund 200.000 Personen im "Affluent-Segment".

"Die Konzentration des Vermögens an der Spitze nimmt weiter zu - wer mehr hat, kann breiter streuen und in renditestärkere Anlageklassen wie Aktien oder Private Equity investieren", erklärte BCG-Partner Michael Kahlich. Das beschleunige den Vermögensaufbau strukturell. Bis 2030 prognostiziert BCG für Österreich einen weiteren Anstieg des Nettovermögens auf 3,5 Billionen Dollar.

Globales Vermögen auf Höchststand

Weltweit stieg das Nettovermögen 2025 um 9,3 Prozent auf den neuen Höchststand von 550 Billionen Dollar. Das globale Finanzvermögen wuchs um 10,7 Prozent auf 333 Billionen Dollar. Fast 97.000 Superreiche gibt es weltweit, die meisten davon in den USA und in China. Bei den grenzüberschreitend verwalteten Vermögen ("Cross-Border-Assets") gab es zudem eine Wachablöse: Hongkong überholte die Schweiz im Jahr 2025 durch starke Zuflüsse vom chinesischen Festland erstmals als weltweiter Finanzplatz Nummer eins.

(APA/CD)

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