Sweeney legt nach
wenig Stoff, viel Aufsehen
(14.10.2026) Obwohl der erste Auftritt von Sydney Sweeney in dem Spot von Wettanbieter Novig für Wirbel gesorgt hat, legt die 29-Jährige nach. Wenige Wochen nach dem ersten Clip hat die Schauspielerin erneut ein Video veröffentlicht, in dem sie kaum bekleidet durch ein leeres Stadion spaziert. Der Werbespot gehört zu der Reihe "Just Sports", Ziel von Novig ist es, sich bewusst von anderen Anbietern von Prognosemärkten abzusetzen. Sweeney teilt gegen die Konkurrenz und deren zweifelhafte Wettangebote aus. Ähnlich wie beim ersten Clip könnte die freizügige Aufmachung der Schauspielerin für reichlich Diskussionen sorgen.
"Es gibt erwachsene Männer, die Tabellen erstellen, um darauf zu wetten, welche Farbe meine Unterwäsche hat." Mit diesem Spruch spielt die 29-Jährige zum Auftakt über Spekulationen über ihre eigene Person an. Anschließend kommentiert sie andere Plattformen. „Es gibt Insiderhandel mit dem Tod von Diktatoren und ganze Armeen von Bots, die alles manipulieren. Da sitzt jemand in einer Toilettenkabine und verwettet seine Altersvorsorge auf einen Krieg. Und dann gibt es Menschen, die einfach mit Sport handeln.“ Damit könnte sie auf die Konkurrenz anspielen, etwa Kalshi oder Polymarket. Auf diesen Plattformen können Nutzer tatsächlich auf politische Konflikte oder Entwicklungen setzen. Das sind exakt die Märkte, die Sweeney in dem Video aufzählt. Ziel von Novig ist es sich damit als ausschließlicher Sportanbieter zu positionieren.
Vor einigen Wochen ist der erste Novig-Spot veröffentlicht worden, der für zahlreiche Konter gesorgt hat. In dem Spot war die 29-jährige Schauspielerin ausschließlich mit Sportausrüstung bedeckt, daneben sind die verschiedenen Wettoptionen eingeblendet worden.
Der Clip hat bei einigen Athletinnen aus Australien für Ärgernis gesorgt. Der Vorwurf von Sportlerinnen wie Skye Nicolson oder Ariarne Titmus lautet, dass sie mit der Kampagne den Frauensport sexualisiert und ihn damit abwertet.
Ariarne teilt beispielsweise auf Instagram: „Ich kann kaum beschreiben, wie wütend ich bin. Es ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht für jede Frau, die ihr Leben der Perfektionierung ihres Könnens gewidmet hat, sondern auch für jede Frau, die Sport für das liebt, was er wirklich ist – Teamwork, Freundschaft, Hingabe, Exzellenz und Zusammenhalt.“
Die 68-jährige Sharon Stone appelliert an Sweeney, dass sie Verantwortung für ihre Handlungen übernehmen soll und "eine Unterstützerin der Frauen zu sein, die sich durchgesetzt haben und im Frauensport zu Champions geworden sind". Der Euphoria-Star kontert indirekt, indem sie Kampagnen und ältere Cover von Magazinen geteilt hat, auf denen Sportlerinnen wie Ronda Rousey oder Serena Williams freizügig zu sehen sind. Der Chef von Novig, Jacob Fortinsky, hat in einem Statement gegenüber der New York klargestellt: „Wir hatten nie die Absicht, den Frauensport darzustellen. Sydney ist Schauspielerin. Wir sind ein Prognosemarkt, der sich auf Sport konzentriert, und genau das war die Botschaft, die sie vermitteln wollte.“
(ep)