Tödlicher Arbeitsunfall

Semmering-Basistunnel

(20.07.2026) Auf der Baustelle des Semmering-Basistunnels in Niederösterreich ist es am Montag zu einem schweren Arbeitsunfall gekommen. Ein 45-jähriger Arbeiter aus Kroatien kam dabei ums Leben, ein 54-jähriger österreichischer Kollege wurde schwer verletzt. Polizei, Arbeitsinspektorat und Staatsanwaltschaft ermitteln zur Unfallursache.

Unfall auf Baustellengelände in Göstritz

Der Unfall ereignete sich am Montagvormittag auf dem Baustellengelände in Göstritz in der Gemeinde Schottwien (Bezirk Neunkirchen). Nach Angaben der ÖBB passierte das Unglück nicht im Tunnel, sondern auf der Baustellenfläche oberhalb des Semmering-Basistunnels. Die beiden Männer waren Mitarbeiter einer beauftragten externen Baufirma.

Arbeiter von Stahlteilen getroffen

Nach ersten Informationen wurden die beiden Arbeiter von herabstürzenden Stahlteilen erfasst. Der 45-jährige Kroate erlitt dabei tödliche Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Sein 54-jähriger österreichischer Kollege wurde schwer verletzt.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Die Einsatzkräfte wurden kurz vor 11 Uhr alarmiert. Der schwer verletzte Arbeiter wurde nach der notärztlichen Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber in das Universitätsklinikum Wiener Neustadt geflogen.

Ermittlungen zur Unfallursache laufen

Wie es zu dem tödlichen Arbeitsunfall kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Die ÖBB teilten mit, dass der genaue Unfallhergang gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft und den zuständigen Behörden untersucht werde. Auch das Arbeitsinspektorat wurde in die Ermittlungen eingebunden.

Österreichs größtes Infrastrukturprojekt

Der Semmering-Basistunnel ist eines der bedeutendsten Bahn-Infrastrukturprojekte Österreichs und Teil der neuen Südstrecke zwischen Wien und Graz beziehungsweise Klagenfurt. Der Vortrieb der beiden Tunnelröhren wurde bereits Ende 2024 abgeschlossen. Derzeit laufen Arbeiten an der technischen Ausrüstung sowie Rückbauarbeiten auf einzelnen Baustellen. Die Inbetriebnahme des Tunnels ist für Ende 2029 geplant.

(fd/apa)

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