Tote bei Überschwemmung
Rettungsmaßnahmen in Istanbul
(15.10.2026) Nach starken Überschwemmungen in der Millionenmetropole Istanbul dauern die Rettungs- und Suchmaßnahmen sowie die Evakuierungen an. Bei dem Versuch, eine überschwemmte Straße zu queren, ist eine 34-jährige Person im Stadtteil Sariyer, auf der europäischen Stadtseite, verstorben. Das hat die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu bekanntgegeben.
Zunächst ist die Person gestürzt, selbst konnte sie sich dann nicht mehr aus der Wasserlache befreien. Passanten haben versucht, der Person zu helfen. Nachdem das gelungen ist, ist sie im Krankenhaus verstorben. Zuvor ist bereits ein 14-Jähriger ums Leben gekommen, nachdem ihn ein Stromschlag in einer Lacke getroffen hat.
In Sariyer sind Personen, die in ihren Geschäften eingeschlossen waren, von der Unterwasserrettung, dem Katastrophenschutz, der Feuerwehr, der Küstenwache als auch dem Ordnungsamt gerettet worden. Mittels Baumaschinen sind sie evakuiert und zum Teil anschließend mit Booten in Sicherheit gebracht worden.
Regen soll weiter anhalten
Der staatliche Wetterdienst hat für Donnerstag anhaltenden Regen und Gewitter prognostiziert. Istanbuls Gouverneur hat bereits am Mittwoch den Präsenzunterricht für Schüler ausgesetzt. In mehreren Bezirken der europäischen Seite sind Wasser und Strom ausgefallen, zum Teil ist der Strom auch abgestellt worden. Diese Umstände werden bis zumindest Freitag anhalten. U-Bahnen und Straßenbahnen sind wieder in Betrieb, nachdem sie auch zeitweise ausgesetzt worden sind.
Nachdem der Kagithane-Bach über die Ufer getreten ist, sind eine Moschee im Stadtteil Kagithane sowie umliegende Gebäude überflutet worden.
(apa/ep)